ALFRIED

ALFRIED steht für „Automatisiertes und vernetztes Fahren in der Logistik am Testfeld Friedrichshafen“.

Das Projekt ALFRIED wird seit Januar 2021 mit über 11 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.  


Worum geht es? 

Innerstädtischer Warentransport und Werkverkehr sind eine Herausforderung für das komplexe Verkehrssystem. Häufig werden diese Verkehre als Hemmnis oder gar Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer wahrgenommen. Ein verbesserter Verkehrsfluss kann die Verkehrseffizienz zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöhen, Staus reduzieren sowie positive Umwelteffekte für betroffene Anrainer erzielen. Automatisiertes und vernetztes Fahren (AVF) und Intelligente Verkehrssysteme (IVS) liefern hierfür Lösungen.  


Projektziel  

Ziel von ALFRIED ist die Weiterentwicklung des komplexen Mobilitätssystems der Stadt Friedrichhafen mit den Schwerpunkten Infrastruktur und Smart City Leitstelle. Friedrichshafen bietet als deutsches Mittelzentrum ein hervorragendes Anwendungsfeld für ein auf viele Städte und Regionen übertragbares Mobilitätskonzept. AVF, Datenintegration, Routenoptimierung, Störprädiktion sowie intelligente Echtzeitinformation sollen innerstädtische Warenfahrten zwischen Werksstandorten so optimieren, dass Einsparungen der Fahrten und/oder der damit verbundenen Emissionen erreicht werden und das innerstädtische Verkehrsaufkommen entlastet wird. 


Durchführung 

Zur Problemlösung tragen die im Rahmen von ALFRIED neu erforschten, erprobten und entwickelten Infrastrukturkomponenten, Konzepte und Systeme für AVF und IVS bei. Diese umfassen ein Sensorfusionskonzept für komplexe Knotenpunkte sowie die Entwicklung intelligenter Leitpfosten für AVF in schwierigen Fahrsituationen. Daten aus Fahrzeugen, Infrastruktur und Umgebung werden in einer Digitalen Plattform um verschiedene Datenquellen angereichert und über die neue Smart City Leitstelle ausgewertet, analysiert, dargestellt und optimiert. Erprobt werden die Technologien zunächst in einer Demonstrationsumgebung (Indoor und Outdoor) und anschließend im Realverkehr am digitalen Testfeld Friedrichshafen, insbesondere entlang einer innerstädtischen Hauptverkehrsroute, die zugleich auch Transitroute und Werkverkehrstrecke ist.  



Hauptarbeitspakete

Im Rahmen von ALFRIED werden vier Abschnitte adressiert, um mittels automatisierten und vernetzten Fahrens ein „zukunftsfähiges, nachhaltiges Mobilitätssystem“ zu schaffen. Zur Problemlösung tragen die im Rahmen von ALFRIED neu erforschten, erprobten, weiter- und neu entwickelten Systeme und Komponenten für AVF bei. Ziel ist die Schaffung eines umfassenden, komplexen Mobilitätssystems. Dieses Gesamtkonzept umfasst in ALFRIED die Bereiche Intelligente Infrastruktur, Smart City Leitstelle, Digitale Plattform und Realverkehr. Auf deren Basis umfassende Daten sinnvoll integriert werden und mittels intelligenter Verkehrsführung und Störungsprädiktion den Verkehr sicherer, effizienter und nachhaltiger gestalten; sie bilden gleichzeitig die Hauptarbeitspakete von ALFRIED


Meilensteine und Zeitplan

Technische Entwicklungen erfordern ein iteratives Vorgehen. Dennoch ist es in einem Projekt dieser Komplexität essenziell, gemeinsame Meilensteine zu erreichen. Diese sind hier als Abschluss von gemeinsamen Grobphasen geplant, in denen Projekterkenntnisse zusammengeführt werden.



ETO GRUPPE entwickelt Verkehrsinfrastruktursensoren, gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen des Projekts ALFRIED

ETO GRUPPE entwickelt Verkehrsinfrastruktursensoren mit Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Projekt ALFRIED

Montag, 08. Februar 2021 17:22

Neues von ETO

Das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit über 11 Millionen Euro geförderte Pionierprojekt ALFRIED ist auf dem Friedrichshafener Testgelände gestartet. ALFRIED steht für "Automatisiertes und Vernetztes Fahren in der Logistik im Testfeld Friedrichshafen." Ein Konsortium aus 11 Projektpartnern, darunter auch die ETO GRUPPE, hat sich bis Ende Juni 2023 zusammengeschlossen, um im Rahmen des Projekts den zunehmenden innerstädtischen Waren- und Werksverkehr durch Lkw mit Hilfe von Automated and Connected Driving (ACD) zu optimieren. Die Stadt Friedrichshafen ist assoziierter Partner in dem Projekt. Ziel von ALFRIED ist es, ein umfassendes Mobilitätssystem zu entwickeln, um den Warentransport zwischen den Unternehmensstandorten zu reduzieren. Dadurch sollen Fahrten eingespart, Emissionen reduziert und der Verkehr in den Städten entlastet werden.


Innerstädtische Warentransporte und Werksverkehre stellen für Städte und Regionen mit einer hohen Anzahl von Industriebetrieben eine besondere Herausforderung dar. Die Zunahme des Lkw-Verkehrs und die vergleichsweise langsame Anpassung der Infrastruktur sind häufig Gründe für Verkehrsbehinderungen, Staus und Unfälle. Um einen verbesserten Verkehrsfluss zu erreichen, der gleichzeitig die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern und Anwohnern schützt, hat sich ein Konsortium von 11 Projektpartnern aus Industrie, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen und stellt sich den Herausforderungen in einem gemeinsamen Projekt unter der Leitung der IWT Wirtschaft und Technik GmbH.


Projektpartner aus der Industrie sind ETO GRUPPE Beteiligungen GmbH (Stockach), IHSE GmbH (Oberteuringen), IMST GmbH (Kamp-Lintfort), Netwake Vision e. K. (Überlingen), TWT GmbH (Stuttgart), Voltra Solutions GmbH (Langenargen) und ZF Friedrichshafen AG (Friedrichshafen). Zu den beteiligten Forschungseinrichtungen und Hochschulen gehören der Projektkoordinator IWT Wirtschaft und Technik GmbH (Friedrichshafen), das Institut für Verkehrssystemtechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. (Braunschweig), die Duale Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg (Technologie-Campus Friedrichshafen) und die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e. V. (Villingen-Schwenningen).


Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung bieten Lösungen für die Herausforderungen, die das Friedrichshafener Testfeld und die Stadt Friedrichshafen als gutes Umfeld für komplexe Mobilitätssysteme darstellen. Im Rahmen von ALFRIED werden Infrastrukturkomponenten, Systeme und Konzepte für das automatisierte und vernetzte Fahren (ACD) weiterentwickelt, erforscht und getestet. Der Fokus des Projekts liegt auf der Infrastruktur und einer Smart-City-Leitstelle.


Zunächst werden die Technologien in einer Demonstrationsumgebung getestet. Anschließend wird auf dem digitalen Testgelände in Friedrichshafen auf einer Werksverkehrsstrecke im Realverkehr getestet. In einem ersten Schritt werden Fahrten zwischen den Werken durchgeführt. Dazu werden die LKWs mit spezieller Sensorik ausgestattet, um mehr Informationen über Fahrten, Störungen durch Staus, Wetter oder ähnliches zu erhalten. Die Friedrichshafener Bürger werden davon zunächst nichts mitbekommen.


Erklärtes langfristiges Ziel des Projekts ist es jedoch, über neu entwickelte Infrastrukturkomponenten und Datenintegration die Fahrten zwischen den Werken zu minimieren. Die so getesteten ACD-Lösungen sollen dann wiederum auf andere Anwendungsfälle wie den Intercity-Verkehr, die City-Logistik und das zukünftige autonome Fahren übertragbar sein.


Unter der Leitung der ETO GRUPPE wird im Teilprojekt "Intelligenter Leitpfosten" in Zusammenarbeit mit den Partnern eine sichere, intelligente und kostenoptimierte Infrastrukturtechnologie zur Unterstützung des automatisierten und vernetzten Fahrens (ACD) entwickelt. Diese wird im Testfeld Friedrichshafen integriert und getestet. Der intelligente Leitpfosten soll energieautark mittels Energy Harvesting betrieben werden und nutzt verschiedene Sensoren und Datenverarbeitung, um Gefahrenpotenziale zu erkennen und manipulationssicher zu informieren. Die integrierte Sensorbox enthält Sensoren für Verkehrsfluss, Wetter und Fahrzeugklassifizierung, Hardware-Zustandsüberwachung, Energy-Harvesting-Module und eine Kommunikationseinheit für ACD. Darüber hinaus kann je nach Anwendung eine hochpräzise Positionierungseinheit hinzugefügt werden, um auch schwierige Fahrsituationen wie Baustellen oder Straßenverengungen problemlos zu meistern.


Von der verlängerten Werkbank über den zuverlässigen Entwicklungspartner bis hin zum Innovationstreiber - die ETO GRUPPE hat sich in sieben Jahrzehnten eindrucksvoll entwickelt. Den Grundstein legte 1948 das Ehepaar Christa und Hermann Laur mit der Elektroteile GmbH Oberuhldingen am Bodensee. Heute sind die Unternehmen der ETO GRUPPE in Europa, Amerika und Asien präsent und gehören in ihren Hauptgeschäftsfeldern zu den Marktführern.



Mehr Informationen auf: www.alfried.net