LiFI

LiFi steht für „Light Fidelity“ (dt. Wiedergabe über Licht) und wurde für die Verwendung in LED-Leuchten entwickelt. Dies funktioniert grob Ausgedrückt folgendermaßen: In diesen LED-Leuchten wird ein Mikrochip integriert der das Licht für die Datenübertragung moduliert, das bedeutet ein sehr schnelles ein- und ausschalten der Lichtquelle. Der Mensch bemerkt dadurch in seinem Umfeld keine Veränderungen, er sieht nur ein normales Licht, da das menschliche Auge diesen sehr schnellen Wechsel nicht wahrnehmen kann. Das Einschaltsignal ist im Binärsystem die 1 und das Ausschaltsignal die 0, eine Reihe von Ein- und Ausschaltsignalen kann über einen Fotosensor an einem Endgerät dann in verwertbare Datensätze verarbeitet werden. Die Geschwindigkeiten von derzeitigen WLAN-Signalen werden um ein mehrfaches übertroffen, unter Laborbedingungen sind bereits Geschwindigkeiten von mehreren Gigabit pro Sekunde erreicht worden. Ein kompletter HD Film (2-5 Gigabyte) kann per LiFi in einer Sekunde aus dem Internet heruntergeladen werden. Würde man alle Lichtquellen in und um ein Gebäude herum mit der LiFi Technologie ausstatten, könnte man eine größere Reichweite und eine stabilere Datenübertragung als mit einem einzelnen WiFi Router ermöglichen.

 

Für viele Bereiche bietet die LiFi Technologie einige Vorteile:

  • Höhere Geschwindigkeiten als Wi-Fi, HD-Streaming wäre kein Problem mehr.
  • Größere Bandbreite, ermöglicht auf gleichem Raum eine höhere Anzahl von Datenkanälen.
  • Sicherer, ein Angreifer müsste physischen Zugang zu der Lichtquelle haben, um Datenpakete abzufangen oder manipulieren zu können.
  • Verhindert Huckepack Übertragungen (nicht autorisierter Zugriff auf das Netzwerk).
  • Einfach für vorhandene LED-Leuchten per Vorschaltgerät zu implementieren
  • Beseitigt benachbarte Netzwerkstörungen (Bsp. WiFi Kanalüberschneidung mit dem Nachbarn).
  • Keine Funkstörungen (Radio, Funkgeräte, Mikrowelle etc.).
  • Verursacht keine Störung in empfindlicher Elektronik und ist daher für den Einsatz in sensiblen Umgebungen wie Krankenhäusern und Flugzeugen gut geeignet.

 

Aber auch die Nachteile sind offensichtlich:

  • Eine optische Datenübertragung funktioniert nur bei direkten Sichtkontakt der Geräte, eine Übertragung durch Hauswände hindurch ist nicht möglich.
  • Fehlende Mobilität, durch den erforderlichen Sichtkontakt sind derzeit noch ortsfeste Sendestationen erforderlich.
  • Die Lichtquellen müssen für den Betrieb immer eingeschaltet bleiben.

 

Zukunftsausblick

LiFi bietet eine komplett neue Art um Endgeräte für Datenübertragungen zu verknüpfen. In Zukunft ist es denkbar, dass jede Straßenlaterne ein Zugangspunkt zu schnellem Internet sein könnte. In sensiblen Bereichen, wie in einem Krankenhaus oder einem Flugzeug, wo Funkübertragung die Funktionen andere elektronische Geräte stören, könnte LiFi eine sichere Alternative sein. Selbst eine Kommunikation zwischen Straßenschildern und Autos oder den Autos untereinander wäre denkbar, beispielsweise könnte bei einem starken Bremsmanöver das nachfolgende Auto in Echtzeit von den Heckleuchten des voraus fahrenden Autos gewarnt werden. Auch das private Umfeld könnte profitieren, LiFi ermöglicht eine wesentlich schnellere Übertragung von Streaming Inhalten in HD-Qualität oder das live spielen von Datenintensiven Virtual-Reality-Spielen.

Die Datenübertragung per Licht kann überall dort genutzt werden, wo auch eine Lichtquelle vorhanden ist, was zukünftig eine große Anzahl an möglichen Anwendungsgebieten eröffnet. Ob die LiFi Technologie eine Chance hat sich in Zukunft weiter zu etablieren, hängt von dem technischen Fortschritt in den nächsten Jahren ab.

Wer möchte kann diese Technologie bereits einsetzten, es gibt bereits fertige LiFi-Leuchten und LiFi USB-Dongle im freien Handel zu kaufen, zudem gibt es auch die Möglichkeit handelsübliche LED-Leuchten für Li-Fi nutzbar zu machen. Dazu wird ein kleines Vorschaltgerät mit einem speziellen Mikrochip benötigt, der die Datenübertragung steuert. Durch ein konventionelles Netzwerkkabel wird das Gerät mit dem Internet verbunden und von diesem Konverter aus wird die Leuchte mit Strom und Daten versorgt.

 

 

IOTA und LiFi?

Einen technischen Fortschritt könnte IOTA / JINN Labs in Person von Sergey Ivancheglo (cfb) liefern. Am 9. Mai 2018 berichtete Cfb von seinen Experimenten mit der LiFi Technologie, laut seinen eigenen Aussagen hat JINN Labs bereits eine ternär basierende LiFi Technologie entwickelt und zudem fertige Hardware in der Schublade liegen. Cfb hat die LiFi Technologie mit der ternären JINN/IOTA Technologie zusammengeführt, in wie weit der dritte zusätzliche Zustand (-1) einen Vorteil bringt bleibt abzuwarten bis die Technologie der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Dies wird vermutlich mit der Veröffentlichung des ternären Mikrocontrollers JINN (siehe Hardware) zusammenfallen.

Mit dieser Technologie stellt sich die IF bei den Übertragungsmöglichkeiten des IOTA Protokolls breiter auf und ist nicht mehr nur auf Funkübertragungen beschränkt, jetzt reicht ein Lichtstrom aus um das Protokoll mit einer sehr hohen Geschwindigkeit zu übertragen. Mit dieser Technologie würde die Industrie in ihren großen Hallen keine teuren WiFi-Netzwerke mehr benötigen, stattdessen werden LED-Lichtquellen als neue Netzwerkzugangspunkte verwendet werden können. Alle Maschinen können untereinander und mit dem Internet über Lichtströme verbunden werden. Auch ein Einsatz in Smart Cities wäre denkbar, wie zuvor bereits beschrieben, könnten Straßenlaternen schnelles Internet zur Verfügung stellen aber auch Daten von vorbeifahrenden Autos sammeln und diese zum Tangle senden. 

 

 

LiFi Video von dem führenden Experten Dr. Harald Haas, deutsche Untertitel können eingeschaltet werden

LiFi Video von einem angeblichen Mitarbeiter von cfb (kann ich nicht bestätigen, mir fehlen die Quellen)