Akita M2M Prototyp

AKITA ist ein Unternehmen mit Sitz in Singapur, wie es in der Branche üblich ist, sind die Teammitglieder, Unternehmenspartner und anderen Mitarbeitern teilweise über mehrere Länder verteilt. Auch wurden Teammitglieder aus der sehr aktiven Community rekrutiert um an dem Projekt mitzuarbeiten, ein aktives interessiertes mitwirken der Community Mitglieder kann sich also lohnen. Seit dem Jahr 2016 erforscht Akita bereits verschiedene Funktionsweisen und Anwendungen an verschiedenen DLT Projekten, diese Erfahrungen fließen jetzt in ein IOTA M2M-Prototypen-Showcase für die Maschinenwirtschaft ein, dieses Showcase wird auch mit finanziellen Mitteln (367.560 $) aus dem IOTA Ecosystem Fonds unterstützt.

Was eine Maschinenwirtschaft (M2M) ist, konnte bereits bei den Grundlagen nachgelesen werden, darauf möchte ich an dieser Stelle nicht mehr eingehen. Die Konsequenzen aus dieser entstehenden Maschinenwirtschaft ist, dass sich Anwendungen, Geschäftsmodelle und die neuen Möglichkeiten der Interaktion zwischen Menschen und Maschine und auch Maschine zu Maschine (M2M) enorm verändern werden.

Falls man sich als Unternehmen für diese kommende M2M Wirtschaft interessiert, findet man dazu im Internet keine echten Erfahrungen aus diesem Bereich und reale Produkte überhaupt nicht. Daher hat AKITA es sich in seinem Open-Source-Projekt zur Aufgabe gemacht, konkrete Prototypen für diese Maschinenwirtschaft zu bauen, anstatt nur theoretisch darüber zu philosophieren. Diese Hardware Prototypen sollen mit einem ersten allgemeinen Einblick veranschaulichen, wozu Kombinationen von neuen Technologien mit Maschinen und ohne menschliche Interaktion fähig sind. 

Anhand des Schaubilds lässt sich die Funktionsweise des M2M-Prototypen sehr gut erklären. Das Schaubild ist grob auf die vier Bereiche Infrastruktur, Mensch, Maschinen und der Regierung aufgeteilt.

Als Infrastruktur für genau diesen Prototypen wurde die IOTA-Technologie ausgewählt, hauptsächlich aufgrund der bereits in diesem Guide vielfach aufgezählten Vorteile gegenüber DLTs, die mit Blockketten betrieben werden. Alle Akteure in dem Schaubild besitzen eine eigene IOTA-Wallet, die als grünes Feld mit einem IOTA-Logo und einem Schlüsselsymbol dargestellt ist.

Am Anfang der Ereigniskette steht der menschliche Auftraggeber, der über einen Computer oder ähnliches, eine Dienstleistung (Werkstück fräsen, 3D Druck, etc.) von den zwei Industrierobotern kauft. Bezahlt wird diese Dienstleistung direkt bei der Beauftragung mit einer Transaktion in Echtzeit mit IOTA-Token aus der Wallet des Auftraggebers an die Wallets der beiden Industrieroboter.

Um die Dienstleistung ausführen zu können benötigen die Industrieroboter Energie, diese kaufen die Roboter eigenständig direkt vom Energieversorger selbst. Die gesamte Kaufabwicklung von der Beauftragung bis zur Lieferung der Energie und der Bezahlung mittels des IOTA-Tokens erfolgt völlig autonom und ohne menschliche Interaktion.

In einer weiteren Phase könnte es für jeden Roboter einfache bis komplexe Präferenzen geben, Energie je nach Energieart, Preis, Entfernung usw. von verschiedenen Quellen zu beziehen. Gleichzeitig können die Energieversorger auch ihre eigenen Verkaufsregeln definieren und Zeitpreise anbieten, die abhängig von Nachfrage, Angebot, Marktsituationen oder Präferenzen für grüne Energie usw. sind.

In dem M2M Prototypen, wird eine fiktive staatliche Steuerbehörde integriert, ebenfalls mit einer eigene IOTA-Wallet. Dies würde innerhalb der Maschinenwirtschaft eine in Echtzeit automatisierte Energiesteuerzahlung für jede durchgeführte Transaktion ermöglichen. Dies könnte den Prozess der Steuerzahlungen beschleunigen, die Bürokratie reduzieren und möglicherweise sogar Steuerhinterziehung oder Betrug verhindern. 

Der Akita M2M-Prototyp ist modular aufgebaut und kann mit verschiedenen Szenarien und Maschinentypen erweitert werden. Beispielsweise ist die fiktive staatliche Steuerbehörde nur in dem Prototyp integriert worden, um auf diese Weise alle Arten von Szenarien und Tests in einer konkreten Maschinenumgebung erforschen zu können.

Webseite von Akita: https://akitablockchainsolutions.com/

M2M Payment Demo Webseite (en) https://m2m.akitablock.io/#/

Quellen

https://ecosystem.iota.org/projects/m2m-economy-showcase
https://medium.com/@akitablock/machine-to-machine-ecosystem-cf1155825a86

Website erstellt mit Zeta Producer CMS

Community-Projekte

Community Projekte

Alle Initiativen und Anstrengungen der Community werden auf dieser zentralen Plattform gebündelt. Das IOTA Ökosystem soll etwa vergleichbar sein mit Googles Anlaufstelle für Entwickler der developers.google.com Plattform. Auf der IOTA Plattform sollen verschiedene Ressourcen bereitgestellt werden, dazu zählen:

  • Lerninhalte wie Tutorial, Videos und interaktive Tools
  • Unterstützung für Entwickler zum Beispiel durch Libraries und Module die bereitgestellt werden
  • Das IOTA Ökosystem soll helfen Startups und IOTA Entwickler zusammenzubringen
  • Artikel und Blog Posts sollen veröffentlicht werden zu IOTA Themen
  • Ankündigungen und Organisation von Hackathons soll über die Plattform laufen
  • Aber auch soziale Initiativen sollen über die IOTA Ökosystem Plattform unterstützt werden

Darüber hinaus gibt es auch noch den Ökosystem Development Fund (EDF), mit den Projekten der Community finanziert werden können. Hierfür wurden direkt am Anfang über 20 Ti (Tera-IOTA) eingesammelt.

Ich nenne in diesem Themenbereich nur ein paar Beispiele, diese Projekte zählen bereits zu den größeren bzw. weit fortgeschrittenen. Es gibt aber auch noch etliche weitere gute Projekte, bitte schauen Sie dazu unbedingt auf der Plattform des Ökosystems vorbei, es lohnt sich und man bekommt einen guten Ausblick auf die vielen unterschiedlichen Bereiche in den IOTA in den nächsten Jahren Anwendung finden könnte.

https://ecosystem.iota.org/explore/projects

Auch diese Webseite “IOTA-Einsteiger-Guide.de” ist auch auf dieser Plattform zu finden:

https://ecosystem.iota.org/articles/einsteiger-guide

Tipp: Auf der Seite von einfachIota.de gibt es eine wöchentliche Artikelreihe „Projekt des Monats“, es lohnt sich dort öfter vorbeizuschauen und das nicht nur wegen den einzelnen Projekten, denn auch alle anderen Artikel sind gut und verständlich erklärt.

https://www.einfachiota.de/

Smart-Grid-Infrastruktur

IOTA-betriebene Smart-Grid-Infrastruktur

11. Dez’20

Übersetzung des Blogartikel von Autor Michele Nati, Head of Telco & Infrastructure Development, IOTA Foundation.

Ermöglichung von Energiehandelsplattformen

Vor einigen Monaten identifizierte das European Innovation Radar die IOTA Foundation (IF) und die im Rahmen des +CityxChange-Projekts entwickelte Energiehandelsplattform als Key Innovator bzw. High Potential Innovation.

Kürzlich wurde die Auswirkung derselben Innovation vom TM Forum anerkannt, das die IOTA Foundation (IF) und eine Reihe anderer Partner ebenfalls für die geschäftliche Auswirkung ihrer Lösungen auszeichnete. Die Auszeichnung war Teil des TM Forum Catalyst-Innovationswettbewerbs, der im Rahmen der Digital Transformation World-Konferenz ins Leben gerufen wurde, der Flaggschiff-Veranstaltung des Forums, die in diesem Jahr vollständig online stattfand und kürzlich am 12. November zu Ende ging.

Aber was ist die Kerninnovation, die IF diesen Erfolg beschert hat? Wir beschreiben dies im folgenden Artikel.

Fangen wir von vorne an…

Seit 2018 arbeitet IF im Rahmen des europäischen Projekts +CityXchange mit einer Reihe von Smart-Energy-Partnern zusammen, die in Trondheim, Norwegen, und Limerick, Irland, tätig sind.

Nach einer anfänglichen Aufbauphase, in der Use-Case- und Architektur-Diskussionen geführt wurden, startete schließlich im Jahr 2020 die Entwicklungsphase des Projekts. Die IF arbeitete dabei mit NTNU, ABB, Powel, TronderEnergi und SmartMpower zusammen.

Aufbauend auf den Anforderungen der Stakeholder in den Leit-Städten Limerick und Trondheim testete IF ein MVP einer dezentralen Energiehandelsplattform. Sie können sich eine Zusammenfassung dieser Arbeit in diesem Video ansehen oder den Rest dieses Blogposts für weitere Details lesen.

Das Wichtigste zuerst: Was bedeutet Energiehandel? Und warum ist er wichtig?

Heutzutage hat der globale Energieverbrauch seine zwei Hauptvektoren in (i) Gebäuden, die ca. 40 % des gesamten Primärenergiebedarfs ausmachen, und in (ii) Transportmitteln, die ca. 28 % desselben Energiebedarfs ausmachen.

Trotz des hohen Energieverbrauchs im Zusammenhang mit Gebäuden beginnen die jüngsten Innovationen in der intelligenten Gebäudetechnik diesen Trend umzukehren.

Dank der kontinuierlichen und verstärkten Entwicklung dezentraler erneuerbarer Energiequellen, wie z. B. Photovoltaik auf Dächern, und der Verbesserung lokaler Energiespeichertechnologien können einige Gebäude nun zu Positiv-Energiegebäuden werden. Ein Beispiel dafür ist das Powerhouse Brattørkaia in Trondheim, das in der Abbildung unten gezeigt wird. Das Gebäude ist vollständig mit Solarzellen verkleidet.

Positiv-Energie-Gebäude (Trondheim, Norwegen)

Gebäude mit positiver Energie (Trondheim, Norwegen)

Dank der Fähigkeit, Energie aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen, kombiniert mit anderen intelligenten Technologien, ist ein Positiv-Energie-Gebäude dann in der Lage, als flexibles Energiesystem zu agieren. Das bedeutet, dass es seine Energieproduktion und seinen Energieverbrauch effizient verwaltet, und zwar in dem Maße, dass es mehr Energie produziert, als es für seinen Betrieb benötigt, während es seine Gesamtbelastung des Energienetzes reduziert. Infolgedessen können Microgrids agiler werden.

Kombiniert man diese Innovation mit der Verbesserung von IoT- und Smart-Metering-Technologien, kann die von Positiv-Energie-Gebäuden produzierte und verbrauchte Energie in Echtzeit gemessen und sogar prognostiziert werden, wenn historische Daten mit aktuellen Wetterbedingungen kombiniert und mit KI-Algorithmen verarbeitet werden.

Positiv-Energie-Gebäude erzeugen einen Überschuss an Energie, der gespeichert oder umverteilt werden kann. Und warum sollten sie das tun? Um den Bedarf anderer Gebäude und der gesamten Nachbarschaft zu decken. Energieüberschüsse könnten dann lokal gehandelt und getauscht werden. Nicht nur Gebäude, sondern auch Stadtteile könnten zu autarken “Energieinseln” werden, wenn nicht sogar einen Energieüberschuss erzeugen.

Um diese Smart-Grid-Innovation zu ermöglichen, wird eine neuartige digitale Infrastruktur benötigt.

Was ist also die Aufgabe einer solchen digitalen Infrastruktur?

Um eine Energiehandelsplattform aufzubauen, benötigen angeschlossene Agenten, die Energie-Assets kontrollieren (z. B. Batteriespeicher, Solarpaneele usw.), eine Infrastruktur für den Datenaustausch, um Angebote für den Verkauf verfügbarer überschüssiger Energie zu machen (Angebotsseite). Gleichzeitig müssen andere Agenten Gesuche zum Kauf der verfügbaren Energie veröffentlichen (Nachfrageseite).

Wenn diese Informationen zur Verfügung stehen, können Handelsplattformen mit Hilfe spezieller Optimierungsalgorithmen Angebot und Nachfrage bestmöglich aufeinander abstimmen und einen Energieausgleich über den Marktplatz der angeschlossenen Anlagen, Gebäude und letztlich Stadtteile erreichen. Dies zu ermöglichen, d. h. Energieüberschüsse und Flexibilität monetarisieren zu können, ermöglicht den weiteren Einsatz und die Integration von dezentralen Energieressourcen in städtischen Umgebungen.

Warum existiert eine solche digitale Infrastruktur zur gemeinsamen Nutzung von Daten nicht bereits?

Zunächst einmal, weil es bis jetzt keinen Bedarf dafür gab. Wie bereits erwähnt, war es aufgrund des Mangels und der Verbreitung anderer ermöglichender Technologien erst kürzlich möglich, Energieüberschüsse zu erzeugen.

Zweitens unterscheidet sich die Idee, Energieüberschüsse dezentral zu handeln, von alten Marktdesigns und Geschäftsmodellen, die auf der Prämisse eines eher zentralisierten Energiesystems aufgebaut waren.

Erst jetzt zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Netzbetreiber erkennen nun die Möglichkeit, teure Netzausbaumaßnahmen, die mit der Integration dezentraler Energieressourcen verbunden sind, zu vermeiden, indem sie zu Orchestratoren von lokal ausgeglichenen Energiemärkten werden. Auch die Regulierungsbehörden beginnen, sich auf diese neuen Möglichkeiten einzustellen.

Der Bedarf an einer skalierbaren digitalen Infrastruktur wird nun offensichtlich. Darüber hinaus verstehen wir auch, wie solche Daten von einer Vielzahl unabhängiger Akteure generiert werden und wie wichtig es ist, die Einhaltung von Vorschriften und die Transparenz dieses Datenflusses und seiner Verarbeitung sicherzustellen.

Eine zentralisierte, Cloud-basierte Infrastruktur für den Datenaustausch führt zu Konflikten, die möglicherweise nicht mit der Vision offener und transparenter Märkte vereinbar sind, die in solchen dezentralen Ökosystemen eingesetzt werden. Ein Black-Box-Ansatz führt zu einem Single-Point-of-Failure und der Gefahr der Manipulation von Daten oder Verarbeitungsprozessen. Um zu skalieren, eine Optimierung zu gewährleisten und weitere Innovationen einzuführen, wird die zentralisierte Infrastruktur außerdem ständig gefordert sein, den wachsenden Anforderungen an Datenaustausch und Interoperabilität gerecht zu werden.

Aus diesem Grund gewinnen aufkommende Open-Source-Technologien, wie z. B. Distributed Ledgers (DLTs), jetzt als potenzielle Bausteine für eine offene und transparente Smart-City- und Energieinfrastruktur an Aufmerksamkeit. Durch die gemeinsame Nutzung der von diesen Energiehandelsplattformen benötigten Daten und ihrer Optimierungsalgorithmen auf einer gemeinsamen dezentralen Infrastruktur wird der exklusive Zugriff auf eine vorab ausgewählte Anzahl von Aggregatoren aufgehoben. Dadurch wird der Zugang zu diesen Daten demokratisiert, während Transparenz und Nachvollziehbarkeit gewährleistet sind.

Eine Infrastruktur zur gemeinsamen Nutzung von Daten ist jedoch nur ein Teil der Gleichung. Was wird noch benötigt?

Die Antwort lautet: eine Infrastruktur für den Austausch von Werten. Und kann diese zentralisiert werden? Ja, allerdings könnte auch eine Dezentralisierung Vorteile bringen.

Die Gründe dafür sind die folgenden. Die Teilnahme von Prosumern (d.h. Anlagen, die Energieüberschüsse produzieren und verbrauchen) am Energiehandel sollte problemlos möglich sein und Anreize schaffen, indem ihre Eigentümer direkt belohnt werden. Ein optimaler Ansatz würde nahezu sofortige und gebührenfrei Zahlungen für gehandelte Energieüberschüsse nutzen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, könnten Zahlungen von Erzeugern an Verbraucher Peer-to-Peer und in Echtzeit erfolgen und automatisch von den dezentralen Edge-Energie-Assets selbst verwaltet werden, anstatt zentralisiert, aggregiert und auf monatlicher oder vierteljährlicher Basis abgerechnet zu werden. Der IOTA-Token könnte stattdessen genutzt werden, um die Abwicklung solcher Machine-to-Machine-Trades zu erleichtern.

DLT-betriebene Smart-Grid-Infrastruktur – Warum IOTA?

Aufgrund des verteilten Charakters lokaler Energiemärkte wird das Argument für die Entwicklung vertrauenswürdiger Energiehandelsplattformen mit transparenter digitaler Infrastruktur für Datenaustausch und Zahlungen immer deutlicher. Um dies zu erreichen, sollten Distributed-Ledger-Technologien (DLT) zum Einsatz kommen. Eine DLT-basierte digitale Infrastruktur kann die Nachvollziehbarkeit der ausgetauschten Daten und die Herkunft der erneuerbaren Energielieferungen garantieren und einen Echtzeit- und automatisierten Werttransfer auf einer Pay-per-Use-Basis verarbeiten. Die Komplexität wird reduziert, wenn dieselbe DLT die Nachvollziehbarkeit von Daten und Werttransaktionen in Echtzeit gewährleistet.

Allerdings würden nicht alle DLTs diese Anforderungen erfüllen. Die ausgewählten sollten in der Lage sein, sich direkt mit Energieanlagen zu integrieren und auf die hohe Anzahl von Transaktionen zu skalieren, die innerhalb eines Stadtteils oder einer Stadt angedacht sind.

IOTA Tangle erfüllt diese Anforderungen. Lassen Sie uns sehen, warum.

IOTA kann Wert- und Datentransaktionen auf der gleichen Infrastruktur verarbeiten. IOTA bietet eine Open-Source-Softwaretechnologie, die direkt in IoT-Geräte (z. B. intelligente Stromzähler) eingebettet werden kann, wodurch der Anwendungsbereich dieser digitalen Infrastrukturinnovation auf den IoT-Rand des Stromnetzes erweitert werden kann. Energieanlagen können sofort Nachfrage und Angebot für Energieüberschüsse teilen, ohne dass eine zentralisierte Datenaggregation erforderlich ist. IOTA Identity garantiert die Authentizität der Quellen und die Integrität der geteilten Daten und hilft dabei, die Reputation von Prosumern aufzubauen. Dank IOTA Streams wird die Vertraulichkeit der Informationen von ihren Eigentümern kontrolliert und der Zugriff kann nur ausgewählten Plattformbetreibern gewährt werden. Dies fördert die Agilität des Marktes und den Wettbewerb. Gleichzeitig kann die Vertraulichkeit, d.h. wer an wen verkauft, gewahrt werden und nur autorisierten Parteien, d.h. Regulierungsbehörden, zugänglich gemacht werden.

Aufgrund der gebührenfreien IOTA-Transaktionen gibt es keine unvorhergesehenen Kosten, die die Nutzung einer solchen dezentralen Infrastruktur einschränken könnten. Und das gilt für beides: die Freigabe von benötigten Daten oder die Abwicklung von Zahlungen.

Darüber hinaus wird IOTA Access noch dynamischere Energiehandelsszenarien ermöglichen, wie z.B. solche mit eMaaS (electric Mobility as a Service).

Stellen Sie sich dazu ein Elektrofahrzeug (EV) vor, das Energie benötigt, um seine Fahrt zu beenden. Das Fahrzeug wird über den Marktplatz für Energieflexibilität verfügbare Energieladestationen in der Nähe anfragen. Gleichzeitig stellen Sie sich private Ladestationsbesitzer vor, die ihre Verfügbarkeit zum Laden von Autos in der Nähe bis zu einer bestimmten Energiemenge anbieten. Sobald Nachfrage und Angebot durch den Marktplatz abgeglichen sind, kann die Zugangsberechtigung zu der ausgewählten Ladestation direkt an das abgeglichene Auto erteilt werden, so dass nur autorisierte Fahrzeuge nahtlos an der Station laden können.

Wie kann die IF diese innovative Infrastruktur ermöglichen?

Um diese Infrastruktur bereitzustellen, haben wir eine Reihe von Hardware- und Software-Komponenten entwickelt. Eine vereinfachte High-Level-Übersicht der implementierten Architektur ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

Infrastruktur- und Marktplatz-Architektur

Unser Fokus liegt auf der Daten- und Zahlungsinfrastruktur, die auf dem IOTA Tangle aufgebaut ist, jedoch wurden einige zusätzliche Komponenten implementiert, um deren Wert zu demonstrieren. Wie bereits erwähnt, ist es das Ziel der IOTA Foundation, die Dezentralisierung dieses Prozesses an den Rand des Stromnetzes zu bringen und die Möglichkeit zu schaffen, Energieanlagen direkt mit der Infrastruktur zu verbinden. Zu diesem Zweck haben wir zunächst ein IOTA-Asset-Modul entwickelt. Es ist ein eingebettetes IoT-Gerät (unter Verwendung eines PyCom-Boards) mit einem integrierten Energiezähler und einem IOTA-Kryptokern, der es jedem Energie-Asset ermöglicht, Daten direkt auf dem IOTA Tangle zu veröffentlichen. Das Modul kann sich mit lokalem WiFi oder mit einem LTE-M-Netzwerk verbinden, wodurch es in einer Reihe von Energieanlagen und Szenarien eingesetzt werden kann. Es ist mit verschiedenen Standards kompatibel und kann die Energie der angeschlossenen Anlage entweder direkt oder über einen in die Anlage integrierten Energiezähler (z. B. ABB SiteEMS) messen, der über einen bereitgestellten HAN-Port angeschlossen ist. Das Gerät registriert seine Identität (Public Key) auf dem IOTA Tangle, so dass es alle generierten Nachrichten verschlüsseln und signieren kann.

IOTA (edge) Assetmodul

Eine Asset Manager UI ist unten abgebildet und erlaubt es dem Besitzer, das Modul mit Parametern wie Kosten für verkaufte Energie oder Preis für gekaufte Energie zu konfigurieren. Zahlungen werden direkt vom Gerät aus durchgeführt, das eine IOTA-Wallet hostet, die über dieselbe UI finanziert werden kann. Die gewünschte Menge an Token kann über dieselbe UI von einer zentralen Wallet in die Geräte-Wallet verschoben werden. Alarme für den Fall, dass das lokale Wallet-Guthaben unter einen Schwellenwert fällt, können ebenso eingerichtet werden wie periodische Abhebungen, wenn das Wallet-Guthaben ein vordefiniertes Limit überschreitet. Alle Transaktionen, an denen das Gerät beteiligt ist, werden auf dem IOTA Tangle protokolliert und über die UI-Auditing-Funktionen sichtbar.

Marktplatz-Prototyp Dashboard

Nach der anfänglichen Konfiguration generiert das Modul automatisch Energie-Überschussangebote und -nachfragen für das angeschlossene Asset, basierend auf den vordefinierten Parametern, und postet sie auf der Tangle-Infrastruktur unter Verwendung eines Stream-Kanals.

Eine Reihe von Standard-APIs (Platform to Tangle APIs) ermöglicht es unserem Backend (das zu Demonstrationszwecken entwickelt wurde) oder jedem anderen Handelsplattform-Backend, diese Nachfragen und Angebote zu extrahieren (wenn der Zugriff auf den entsprechenden Stream von seinem Eigentümer gewährt wird), die Integrität ihrer Quelle zu validieren und sie automatisch abzugleichen, um eine bestimmte Leistung zu maximieren.

In diesem Stadium wurde eine sehr einfache Abgleichsstrategie im angeschlossenen Bid Manager implementiert (d. h. der angebotene Energieüberschuss ist größer als die nachgefragte Energie und der Preis ist niedriger als der angebotene Preis). Jede komplexere Strategie kann jedoch von den angeschlossenen Plattformen über die bereitgestellten APIs übernommen werden. Sobald ein Abgleich erfolgt ist, wird ein vereinbartes Gebot vom “Settlement”-Modul auf der Tangle-Infrastruktur (unter Verwendung der gleichen Standard-APIs) zu Prüfzwecken gespeichert und eine Benachrichtigung an die beteiligten Erzeuger- und Verbraucheranlagen gesendet.

Der Energieaustausch kann dann von einem “Settlement”-Modul überwacht werden, das die von den produzierenden und verbrauchenden Assets in einem eigens für diesen Zweck geöffneten Stream-Kanal geposteten Energiemessungen beobachtet. Die auf Asset-Ebene gesendete und empfangene Energie wird von dem angeschlossenen IOTA-Asset-Modul gemessen. Sobald ein Energieaustausch bestätigt wird, wird das Modul “Zahlung und Prüfung” ausgelöst und eine Zahlungsanforderung von einem Verbraucher an den Erzeuger wird im selben Stream protokolliert. Das IOTA-Modul überwacht, dass die angeforderte IOTA-Zahlung verarbeitet wird, bevor es einen Konfliktlösungsprozess auslöst.

Mit der aktuellen Implementierung kann der folgende Workflow demonstriert werden, wobei die auf der Tangle-Infrastruktur freigegebenen Informationen verwendet werden.

Energie-Marktplatz-Workflow

Was kommt als nächstes?

Die Aufgabe der IOTA Foundations ist es, neue Lösungen zu ermöglichen, die von der Nutzung des IOTA-Ledgers und anderer Technologien profitieren können. Mit diesem Artikel haben wir diskutiert, wie es möglich ist, die Smart-Grid-Infrastruktur zu verbessern, um lokale Energieplattformen und Marktplätze zu ermöglichen.

Durch den weiteren Ausbau einer solchen digitalen Infrastruktur mit Standard-IoT-APIs (z. B. FIWARE) für die nahtlose Integration von Assets und Standardprotokollen für den Datenaustausch (z. B. OASIS eMIX) kann die Fähigkeit der Prosumer unterstützt werden, sich mit verschiedenen Marktplätzen zu verbinden. Gleichzeitig werden Plattformbetreiber auch in der Lage sein, verschiedene Distribution Energy Operators (DSO) und Optimierungsalgorithmen zu verbinden.

Um eine solche Interoperabilität zu ermöglichen, werden zusätzliche Bausteine erforderlich sein, zu denen gehören:

  • Interkonnektivitäts-Gateways, die auf offenen Standard-APIs basieren, um den Zugang für jede Anlage und jeden DSO, Optimierungsalgorithmus zu ermöglichen. Dafür werden wir verschiedene Standards untersuchen, einschließlich der OASIS WG-Spezifikation.
  • IoT-Bibliotheken und Hardware-Integration für die Verbindung von Energie-Assets mit standardisierten digitalen Zwillingen und die Integration mit einer vollständigen dezentralen Identität für Dinge, um die Integrität von Daten und die Authentizität von Quellen zu garantieren und den Aufbau von Reputation und Energiegutschriften für ihre Besitzer zu ermöglichen.

Um mehr darüber zu erfahren, wie Sie diesen Ausbau der Infrastruktur unterstützen und die erforderlichen Bausteine entwickeln können, wenden Sie sich bitte an das Team der IOTA Foundation unter integrations@iota.org. Forschungs- und akademische Organisationen sind in dieser Phase besonders willkommen.

Aufruf zum Mitmachen: Interessentenmeldung

Diese Infrastruktur und dieser Marktplatz werden derzeit eingerichtet und genutzt, um energieerzeugende Anlagen, z. B. Photovoltaik-Paneele, und verbrauchende Anlagen, z. B. Batterien und EV-Ladegeräte, die im Null-Energie-Gebäude, einem lebenden Labor für nachhaltige Energieforschung auf dem NTNU-Campus in Trondheim, eingesetzt werden, zu verbinden.

Um die Nutzung und Annahme dieser digitalen Infrastruktur außerhalb des +CityxChange-Projekts und der Partner zu fördern und die Entwicklung der neuen Smart City und städtischer Peer-to-Peer-Energiehandelslösungen zu ermöglichen, arbeitet die IOTA Foundation auch mit Alpha Venturi zusammen. Alpha Venturi ist ein norwegisches Innovations- und Venture-Studio, das sich auf aufstrebende Technologien spezialisiert hat. Alpha Venturi inkubiert ein Spinoff-Unternehmen und damit verbundene Forschungs- und Innovationsinitiativen, die das +CityXchange-Projekt und die in diesem Blogpost vorgestellten Komponenten nutzen.

Um die Entwicklung und Kommerzialisierung von marktreifen Lösungen zu beschleunigen, die diese Infrastruktur nutzen, begrüßt Alpha Venturi Interessenbekundungen von:

  • Potenziellen Nutzern und Nutznießern aus den Bereichen Energie, Immobilien, Stadt, Genossenschaften und anderen Sektoren
  • Testbeds und Living Labs, die an zukünftigen Pilotinitiativen interessiert sind
  • Entwicklungs- und Lieferpartnern aus der Industrie, Forschung, Wissenschaft oder Verbänden

Bitte setzen Sie sich mit Alpha Venturi in Verbindung, indem Sie Wilfried Pimenta de Miranda über wilfried@alpha-venturi.com kontaktieren.

Quellen

https://blog.iota.org/iota-powered-smart-grid-infrastructure/

Open Marketplace

Open Marketplace – Ein dezentraler Marktplatz für Smart Cities

22. Apr’20

Open Marketplace ist ein von der IOTA Community im Frühjahr 2020 gestartetes Projekt, mit dem Ziel, lokale Gemeinschaften in Bezug auf Zusammenarbeit, Handel und vieles mehr zu stärken.

Der Markt

Unabhängig davon, ob Sie ein lokales Unternehmen oder einen Online-Shop betreiben, fallen auf dem Open Marketplace keine Kosten oder Transaktionsgebühren an. Sie können Ihren Shop einfach in einer offenen Anwendung erstellen und betreiben.

Anwendungen

Auf dem dezentralen Open-Source-Marktplatz können viele offene Anwendungen genutzt und kombiniert werden, alle sind dezentral und können selbst oder über Open Cloud gehostet werden. Offene Anwendungen bedeutet, dass jeder sie kostenlos nutzen kann. Der Quellcode der Anwendung ist öffentlich und alle Builds können kostenlos heruntergeladen werden. Jeder Entwickler hat die Berechtigung, den Code nach seinen Wünschen zu verwenden oder zu ändern.

Für den Open Marketplace sollen folgende Anwendungen entwickelt werden: Marktplatz, Shop, Lieferung, Chat, Daten-Marktplatz, News, Discount, Soziale Netzwerke

Um diese angestrebten Anwendungen mit Leben zu füllen sprudeln bereits diverse Ideen, beispielsweise könnten in Zukunft lokale Einkäufe durch Drohnen geliefert werden. An einem Proof of Concept für den Open Marketplace wird bereits gearbeitet, zudem nimmt das Team an einem IOTA Hackathon mit dem Thema “Bauen Sie einen Marktplatz für Geräte auf” teil, um dabei Erfahrungen und Ideen zu sammeln.

Das PoC soll vorerst folgende Features abdecken:

  • Liefer- und Ladevorgänge einer Lieferdrohne in einer simulierten Umgebung darstellen – jedoch mit realen Daten und Zahlungen.
  • Drohnenhersteller oder Betreiber eines Drohnenlieferdienstes sollen per Autopilot Pakete an Kunden ausliefern und Geld verdienen können.
  • Die Drohne soll eine der vielen intelligenten Ladestationen verwenden können, um ihre Batterien zu füllen und den Strom zu bezahlen – vollständig automatisiert.

Ein weitere Idee ist es, eine dezentrale und datenschutzgeschützte Chat-Anwendung zu erstellen, auch hier gibt es bereits einen ersten Prototyp.

Interessierte Entwickler und können sich auf Github aktiv beteiligen.

Bauphase – Schließen Sie sich an.


Wollen Sie auch in Ihrer Stadt einen Offenen Marktplatz? Kein Problem! Melden Sie sich einfach bei dem Discord Chat Server an und fragen Sie im #marketplace-Request-Channel nach weiteren Informationen. Dieses Projekt ist riesig und die Anwendungen werden durch das Feedback der Community ständig verbessert. Derzeit werden viele dezentralisierte Teams auf der ganzen Welt aufgebaut – es wäre cool, wenn Sie ein Teil davon werden, jeder Beitrag wird helfen!

Derzeit wird das Team aufgebaut und nach Partnerschaften bzw. Kooperationen Ausschau gehalten, explizit wird nach folgenden Personen gesucht:

  • Regionale Leiter, die den Marktplatz in ihre Stadt bringen. Verwaltung Sie den Offenen Marktplatz in einer Stadt und kümmert sich um die lokale Gemeinschaft.
  • Designer (UX oder Illustration)
  • Programmierer (Frontend)
  • Sysadmin (DevOps-Ingenieur, interne Software des Systemadministrators)
  • Mitwirkende in der Community. Beiträge und Ideen jeglicher Art werden helfen das Projekt zu verbessern, machen Sie mit.

 

Wenn Sie an diesem Projekt interessiert sind, treten Sie dem Discord Chat Server bei, folgen Sie auf Twitter und abonnieren Sie den YouTube Kanal.

Quellen

http://openmarketplace.org/de/

https://medium.com/open-marketplace-applications/announcing-open-marketplace-applications-32a6f816ff74

https://medium.com/open-marketplace-applications/open-platform-open-data-620dee4f76d8

https://medium.com/open-marketplace-applications/open-marketplace-applications-drone-delivery-use-case-3f654265c03e

Telco Asset Marketplace

Telco Asset Marketplace

TMForum ist ein gemeinnütziger Branchenverband, dessen Aufgabe es ist, die digitale Transformation und somit das zukünftige Wachstum seiner Partner aus dem Telekommunikationssektor voranzutreiben. Kurzum ebnet TMForum für seine Partner den Weg für die Erforschung neuer Technologien und Geschäftsmodelle.

Im Mai 2019 stellte TMForum das Projektmit dem Namen Blockchain-based Telecom Infrastructure Marketplace” vor, damit möchte man die Distributed Ledger-Technologie einsetzen um einen Marktplatz für Telekommunikationsinfrastrukturen zu erschaffen. Dieser Marktplatz soll zur Schaffung agilerer, flexiblerer und bedarfsgerechterer Geschäfts- und Beschaffungsmodelle beitragen und Unternehmen die Möglichkeit geben, durch Eliminierung von Zwischenhändlern direkt miteinander zu kommunizieren und Transaktionen vorzunehmen. Zusätzlich soll der Marktplatz dazu beitragen, Vertrauen und Transparenz über Wertschöpfungsketten und Ökosysteme hinweg zwischen den Akteuren aufzubauen.

Die beiden großen Kommunikationsdienstanbieter (CSPs) Orange und Vodafone haben diegeschäftliche Herausforderung skizziert und arbeiten mit den Teilnehmern Infosys, IOTA, Nokia und r3 zusammen, um diese zu lösen, zusätzlich wird auch mit der Stanford University an der Erforschung von Smart Contracts gearbeitet. Zwei Anwendungsfälle sind für die CSPs von besonderem Interesse, das sind: Der Ausbau der bestehenden Infrastruktur oder den Erwerb von Kapazitäten für eine vorübergehende Veranstaltung (z.B. bei Großveranstaltungen) und Eröffnung von Geschäftsmöglichkeiten an einem Land (oder Ort), in dem es keine oder nur unvollständige Infrastruktur gibt.

Detailbeschreibung der zu lösenden Probleme

Alle großen CSPs sorgen heutzutage selber für ihre benötigte Infrastruktur um ihre Dienste an den Endverbraucher verkaufen zu können, das sind beispielsweise Vermögenswerte (Assets) wie Mobilfunkmasten, WLAN-Infrastrukturen, Frequenzbänder, Glasfasernetzwerke oder auch Luftdrohnen bei Großveranstaltungen. All diese Vermögenswerte werden benötigt, um Konnektivität herzustellen, auch in abgelegenen ländlichen Gebieten mit wenig potenziellen Kunden.

Das Problem in diesen ländlichen Gebieten ist, dass die bereitgestellte Infrastruktur nicht vollständig ausgelastet wird, dies hat zu Folge das die Einnahmen durch zu wenigen Kunden nicht die laufenden Betriebskosten decken. In städtischen Gebieten ist es teilweise umgekehrt, hier hat der CSP womöglich die Kapazität seiner Infrastruktur überschätzt, was zu Folge hat, dass Netze unter der Datenflut zusammenbrechen, dies passiert oft, wenn besondere Ereignisse wie große Sportveranstaltungen, Musikkonzerte oder Festivals stattfinden. Wer bei Großveranstaltungen schon einmal versucht hat ein Foto zu versenden, kennt dieses Problem womöglich schon. Diese Unter- und Überkapazität ist hauptsächlich auf die Trennung der Netzwerkinfrastruktur der verschiedenen CSP-Anbieter zurückzuführen, jeder CSP Anbieter lässt ausschließliche seinen eigenen Kundenstamm die Netzwerkinfrastruktur nutzen.

Nicht nur die fehlende Infrastruktur ist für die CSPs ein Problem

Für die bereits skizzierten Anwendungsfälle müssen Anlagen bzw. Vermögenswerte von verschiedenen Akteuren in dem betreffenden Land/Gebiet beschafft oder gemietet werden, z. B. von Turm- oder Frequenzanbietern. Aufgrund des fehlenden Vertrauens alle beteiligten Akteure und der Tatsache, dass in der Regel keine langfristigen Beziehungen oder Verpflichtungen zwischen den Unternehmen bestehen, sind derartige Geschäfte praktisch ausgeschlossen und nicht ohne langwierigen sehr großen Aufwand von den CSPs zu lösen.

Die DLT basiert von Natur aus auf Unveränderlichkeit, Transparenz und ist für jeden Akteur nachvollziehbar, dies schafft Vertrauen und ermöglicht sofortige Geschäfte. Diese Eigenschaften sind prädestiniert für die Lösung der beschriebenen Anwendungsfälle, daher ist das Ziel des Projekts, die erforderliche Infrastruktur für die CSPs finden und diese schnell und mit minimalem Aufwand bereitstellen zu können, gleichzeitig soll ein Service bereitgestellt werden, der allen Anforderungen der Kunden erfüllt.

IOTA möchte alle diese Probleme mit dem „Telco Asset Marketplace“ lösen.

Auf einem solchen Marktplatz könnten alle beschriebenen Vermögenswerte (Netzwerkinfrastruktur) von verschiedenen Anbietern für potenzielle Käufer angeboten werden. Eine erhöhte Flexibilität in diesem Verteilungsprozess würde den Markt definitiv beleben und zugutekommen. Es entsteht zudem ein neues Geschäftsmodell, indem zwei neue Arten von Anspruchsgruppen (Stakeholder) auftreten, die Verkäufer von nicht verwendeten Kapazitäten der eigenen Netzwerkinfrastruktur und die Käufer, die diese nicht verwendeten Kapazitäten aufkaufen, um ihren eigenen Kunden die vertraglich festgelegten Dienstleistungen überall und jederzeit anbieten zu können.

Dabei muss der Verkäufer keiner der großen CSP-Anbietern sein, es kann jeder sein, der einen mobilen Dienst entwickelt und bereitstellen kann. Dies ist für kleine und mittlere Unternehmen, die innovative Übertragungstechnologien anbieten, eine gute Chance ihre Dienstleistungen unkompliziert für einen größeren Kundenkreis bereitzustellen. Insbesondere mit den neuen 5G-Netzen und den einhergehenden service-basierten Architekturen wird das Konzept von „Infrastructure as a Service“ ein zukünftiger Innovationstreiber sein.

Welche großen Vorteile bietet ein solcher Marktplatz?

Durch das Teilen der Vermögenswerte (Netzwerkinfrastruktur) können die CSPs ihre laufenden Betriebskosten senken indem sie flexibel nach Bedarf Kapazitäten verkaufen oder hinzukaufen, nicht ausreichend genutzte Vermögenswerte sind für CSPs kein Problem mehr.

Großveranstaltungen oder zukünftige Veranstaltungen, welche eine große mobile Internetbandbreite voraussetzen (Virtuell Reality, Augmented Reality), können heutige CSP Anbieter mit ihrer eigenen Netzwerkinfrastruktur in den meisten Fällen nicht alleine stemmen, zudem können es sich CSP und auch die Veranstalter nicht leisten, die erforderliche Infrastruktur temporär und ad hoc bereitzustellen. Die Situation könnte sich jedoch ändern, wenn verschiedene CSPs oder andere Dienstleister für eine begrenzte Zeit ungenutzte Frequenzen, Mobilfunkmasten, Drohnen und WiFi-Infrastrukturen auf diesem Marktplatz zum Kauf anbieten.

In Ländern mit unzureichender Netzwerkinfrastruktur könnten CSPs ggf. Serviceleistungen hinzukaufen um ein Netzwerk ohne Funklöchern anbieten zu können.

Warum muss ein solcher Marktplatz dezentral sein?

Ohne die dezentralen IOTA Technologien könnte jeder CSP mit den heutigen digitalen Möglichkeiten einen eigenen Marktplatz aufbauen, auf dem Dienstanbieter nach den erforderlichen Ressourcen suchen und diese anfordern können. Da dann aber jeder CSP seinen eigenen Marktplatz erschafft, wird die entstehende Fragmentierung, die Vorteile eines einzigen Marktplatzes zunichtemachen. Angebote müssten auf verschiedenen Marktplätzen veröffentlicht und gesucht werden, die Ergebnisse von unterschiedlichen Plattformen müssen verarbeitet und ausgewertet werden. Dies erhöht die Komplexität der Angebotsermittlung deutlich. Zudem würden die erforderlichen Bezahlungen über verschiedene Systeme hinweg erfolgen, durch die vielen unterschiedliche Konten muss dann mit erhöhtem Verwaltungsaufwand und höheren Kosten gerechnet werden.

Anstatt zu fragmentieren, muss es einen Marktplatz geben, der von allen CSPs geteilt wird, aber keinem einzigen gehört. Ein transparenter, offener Marktplatz mit erlaubnislosen Zugang für alle, auf dem sowohl Vermögenswerte (Netzwerkinfrastruktur) als auch Service-Anbieter ihre Angebote und Anfragen veröffentlichen und auf dem automatisierte Abgleichs- und Zahlungsabwicklungen mit manipulationssicheren Prüfpfaden bereitgestellt werden.

Dies wird hauptsächlich folgende Vorteile bringen:

  • Entdeckungsprozess für Angebote und Anfragen in Echtzeit und optimale  Zuordnung von Vermögenswerten (Netzwerkinfrastruktur)  
  • Die Senkung der laufenden Fixkosten jedes einzelnen  Vermögenswertes und somit eine Maximierung des RoI (Return of Investment)  für Vermögenswert-Anbieter  
  • Immer die beste Vermögenswert-Auswahl für Service-Anbieter  
  • Ein einzigartiges Zahlungssystem per IOTA-Token, um den Zugriff auf  Vermögenswerte zu beschleunigen  
  • Ein leicht zu überprüfender Prüfpfad und eine schnelle Freigabe von  Nutzungsvereinbarungen, auch für Buchhaltungsprüfer leicht zu  kontrollieren.

Es gibt jedoch auch Hindernisse für die Entwicklung eines solchen vielseitigen Marktes. Erstens das mangelnde Vertrauen und die schwierige Rechenschaftspflicht darüber, wer was unter welchen Bedingungen anbietet und wer darauf zugreift. Zweitens die Verteilung der Einnahmen und die Nachverfolgung der Verbindlichkeiten bei Missbrauch. Um diese Hindernisse zu überwinden, wurde der „IOTA-basierten Telco Asset Marketplace“ entwickelt.

Auf der Webseite gibt es erste Einblicke: Telco Asset Marketplace

Whitepaper:  A DLT-based Data Trust enabling Business Assurance for CSPs Platforms Federation

Video: YouTube (engl.)

 Zuletzt bearbeitet am 30.11.2020

Quellen

https://projects.tmforum.org/wiki/display/CS/Blockchain-based+Telecom+Infrastructure+Marketplace
https://blog.iota.org/introducing-the-iota-powered-telco-asset-marketplace-part-1-9255ddd25e81
https://blog.iota.org/iota-powered-telco-asset-marketplace-architecture-overview-part-2-375542e846f9?

NFT Marktplatz

12. Jul’21

Übersetzung des IOTA Blogartikel

Das am besten zugängliche DLT-Netzwerk für NFTs

TL;DR:

Der IOTA NFT-Marktplatz, der von der IOTA-Community entwickelt wurde, startet heute im IOTA 2.0 DevNet. Derzeit im Testmodus verfügbar, ist der IOTA NFT Marktplatz eine gebührenfrei Alternative zu den teuren und energieverschwendenden Ansätzen anderer Netzwerke.

Der IOTA NFT-Marktplatz, der von der IOTA-Community entwickelt wurde und heute im IOTA 2.0 DevNet gestartet ist, zeigt zweifelsfrei, dass die Zukunft digitaler Assets, einschließlich NFTs, gebührenfrei, dezentral, grün und für alle zugänglich ist. Dieser Blog-Beitrag zielt darauf ab, zu erklären, warum das gebührenfrei Protokoll von IOTA die überlegene Distributed Ledger Technology (DLT) Lösung für NFT-Infrastrukturen ist und wie unser Netzwerk einige der bestehenden Einschränkungen von NFT-Marktplätzen lösen wird.

Nicht-fungible Token (NFTs): Was sie sind und wie sie funktionieren

In den letzten Monaten waren NFTs ein wichtiges Gesprächsthema unter Technikern, Branchenexperten und der Kunstwelt. Sogar traditionelle, branchenfremde Medien haben über die fieberhafte Debatte um die Möglichkeit berichtet, Vermögenswerte digital in einem Distributed Ledger abzubilden und sie als sogenannte NFTs auf speziellen Plattformen zu handeln. NFTs sind kryptografische Token, die etwas Einzigartiges (oder “Nicht-Fungibles”) in digitalisierter Form darstellen.

Praktisch alles kann digitalisiert und als NFT dargestellt werden. Sie können digitale Vermögenswerte wie digitale Kunstwerke, Videoclips, Musik oder Spielgegenstände als NFTs darstellen und handeln, aber auch physische Vermögenswerte wie Immobilien, Gemälde oder Oldtimer. Dank der zugrunde liegenden DLT ist das Eigentum an einem NFT digital verbrieft und kann nur vom Eigentümer geändert werden (entweder durch Übertragung oder Zerstörung).

Warum sind NFTs notwendig?

Viele neue Anwendungsfälle werden erst durch die digitalisierte Darstellung des Eigentums an digitalen Assets möglich. Zum Beispiel ist es möglich, Token mit einer Tantiemenfunktion zu programmieren, so dass ein Künstler, wenn er seine Kunst verkauft und das Kunstwerk anschließend weiterverkauft wird, eine vorher festgelegte Tantieme erhält. Außerdem behalten NFTs ihre Einzigartigkeit, was sie zu einer hervorragenden Lösung für die Digitalisierung des Sammlermarktes macht, wo es einen Eigentumsnachweis und Schutz vor Urheberrechtsverletzungen gibt.

Leider sind die heutigen NFT-Lösungen auch mit einigen gravierenden Nachteilen verbunden.

Zum Beispiel ist der aktuelle Prozess, um Ihre NFT an einen Käufer zu bringen, außerordentlich teuer. Normalerweise ist eine Prägegebühr für die Erstellung der NFT an den Prozess angehängt, das Auflisten auf einer Plattform kostet eine zusätzliche Gebühr, die NFT-Plattform will in der Regel eine Provision für den Verkauf, und die eigentliche Transaktion auf der Blockchain ist ebenfalls mit Gebühren verbunden.

Die IOTA Foundation hat schon immer eine Abneigung gegen Gebühren gehabt, da wir der Meinung sind, dass sie die potenzielle geschäftliche Annahme und Anwendung der IOTA-Technologie stark behindern. Die Gebühren für NFTs verdeutlichen die absurden Höhen, die diese Gebühren erreichen, wenn die zugrundeliegende Technologie populär wird und die technische Architektur nicht mit der Nachfrage mithalten kann: bei gebührenbasierten Architekturen führt dies in der Regel zu explodierenden Gebühren. Vor allem kleinere, unabhängige Künstler können sich solche happigen Preise nicht leisten und sind so von der Teilnahme an diesen neuen Märkten und letztlich vom Verkauf ihrer digitalen Kunstwerke ausgeschlossen. Der Verkauf eines NFT mit Ethereum auf einer der populärsten NFT-Plattformen, wie Foundation, kann schnell mehr als 200 US-Dollar an Gebühren ausmachen. Ganz zu schweigen von der Energiemenge, die die Ethereum zugrunde liegende Blockchain-Technologie bei jeder Transaktion verschwendet.

Die IOTA Foundation, genau wie die Mitglieder der IOTA-Community, die den ersten IOTA-basierten NFT-Marktplatz aufgebaut haben, stellen sich NFTs ein wenig anders vor. Wenn Sie einen detaillierten Blick auf das IOTA Digital Assets Framework werfen wollen, klicken Sie hier.

Ein zugänglicher NFT-Marktplatz – futuristisch, schnell, fast gebührenfrei

Obwohl derzeit nur im Testmodus verfügbar, verspricht der neue, von der Community aufgebaute IOTA NFT-Marktplatz eine zugänglichere Zukunft für NFTs. Transaktionen sind im IOTA-Netzwerk immer “gebührenfrei”, so dass diese Barriere bereits weg ist. Auch die Prägegebühren sind aufgrund des IOTA Digital Assets Frameworks vernachlässigbar. Lediglich die Provision für den IOTA NFT-Marktplatz bleibt, da die Infrastruktur in irgendeiner Weise mit Strom versorgt werden muss. Alles in allem wird die NFT-Lösung auf Basis des IOTA-Netzwerks deutlich günstiger sein als alle anderen bestehenden Lösungen und damit für alle Marktteilnehmer attraktiver.

Testen Sie es jetzt

Genug mit den Träumen von der Zukunft! Dank des IOTA NFT-Marktplatzes ist es bereits jetzt möglich, die NFT-Plattform powered by IOTA zu testen. In dieser Testversion wird die Wallet direkt auf der Website des IOTA NFT-Marktplatzes verwaltet, ähnlich wie die Verwahrung von Wallets auf großen Börsen wie Binance, Bitfinex und Bitpanda. Mit der Hinzufügung einer Browser-Wallet und kommenden Smart Contracts wird der IOTA NFT-Marktplatz vollständig dezentralisiert werden.

Erstellen Sie noch heute ein kostenloses Benutzerkonto, fordern Sie Ihre IOTA 2.0 DevNet-Token über den integrierten Faucet an, und prägen Sie Ihre ersten NFTs. Der Prozess ist schnell, unkompliziert und völlig kostenlos.

Der IOTA NFT-Marktplatz ermöglicht es auch der breiten Öffentlichkeit, das dezentrale IOTA 2.0 DevNet zum ersten Mal in einem breiteren Anwendungsfall zu nutzen.

Wir sind sehr begeistert über diesen Beitrag der Community zum IOTA-Ökosystem. Es zeigt, dass unser Ökosystem eifrig dabei ist, ihre Anwendungsfälle auf unserem dezentralen Netzwerk zu bauen und auszuprobieren – als Vorbereitung für die dezentrale Version unseres Mainnets. Wir sind verblüfft, wie schnell der IOTA NFT-Marktplatz realisiert wurde. Nur wenige Wochen nach dem Start unseres DevNet haben sie bereits eine beeindruckende Testversion ihres zukünftigen Produkts gebaut. Wir sind stolz darauf, ein solch erstaunliches Ökosystem zu haben, das mit uns zusammenarbeitet, um eine offenere, vertrauenswürdige und zugängliche DLT-Umgebung zu erreichen.

– – –

Die Mitglieder der IOTA Foundation können es kaum erwarten, ihre digitalen Kunstwerke auf den Markt zu bringen. Sie können der IOTA NFT-Marktplatz-Community auf Discord beitreten.

Quellen

https://blog.iota.org/iota-the-most-accessible-dlt-network-for-nfts/

I3 Marktplatz

I3 ist der Name eines offenen Konsortiums von Technologieführern, mit dem Ziel, IoT-Communities einschließlich Smart Cities zu erschaffen, in denen Gerätebesitzer ein aktiver Teil der Community sind. Einzelnen IoT-Communities soll die Möglichkeit gegeben werden, sich miteinander zu vernetzen, um größere Communities zu bilden. Anwendungen und Daten-Händlern sollen Zugriff auf diese IoT-basierten Communities bekommen und ihre Mehrwertdienste anzubieten um die Verbesserung des täglichen Lebens in der Stadt Los Angeles und darüber hinaus zu ermöglichen. 

I3 steht zudem für den Intelligent IoT Integrator, dass ist die Kernsoftware die entwickelt wurde, um als herstellerunabhängiges Datenverwaltungswerkzeug zu dienen, das zwischen dem IoT-Gerät und der IoT-Anwendung sitzt, um die vielen IoT-Datenströme zwischen den unabhängiger IoT-Geräten zu steuern.

Die I3 Vision

  • Das I3-System sieht eine Welt vor, in der Entwickler von Anwendungen, auf die Vielzahl von Sensoren zugreifen können, die andere bereitgestellt und mit dem Netzwerk verbunden haben.
  • Das I3-System sieht eine Welt vor, in der Sensorbesitzer die Initiative ergreifen und intelligente Sensoren im Vorgriff auf einen aufstrebenden und unabhängigen Anwendungsmarkt einsetzen können, der ihre Daten zum Nutzen seiner Benutzer nutzen wird.
  • Das I3-System stellt sich eine Welt vor, in der Unternehmen Daten von verschiedenen Arten von Sensoren vieler verschiedener Hersteller leicht integrieren können, um ihre internen Entscheidungsprozesse zu verbessern. Durch die Erhöhung der Datentransparenz werden fortschrittliche Datenanalysen und Prozesse der künstlichen Intelligenz einen besseren Überblick über die reale Welt haben, da sie in der Lage sind, unserer physikalischen Welt als digitalen Zwilling abzubilden.
  • Das I3-System sieht eine Welt vor, in der Daten nahtlos zwischen Datenerzeugern und Datenkonsumenten fließen, eine Welt, in der Datensysteme leicht an Richtlinien und Entscheidungen angepasst werden können.

Aufgaben von I3

  • Zusammenarbeit mit Lieferanten zur Schaffung einer Umgebung, die das Testen und Bewerten von IoT-Netzwerkkomponenten vereinfacht.
  • Erstellen und Bewerten von Konzepten und Tools, die erforderlich sind, um Vertrauen in einer Community unabhängiger Gerätebesitzer zu schaffen und zu verwalten.
  • Verbreitung von Software/Informationen, um die gemeinsame Entwicklung und Vernetzung von IoT-Communities zu fördern.
  • Aktivitäten durchführen, die dazu dienen, die Realisierung von IoT-basierten intelligenten Systemen zu beschleunigen.

Die Ziele von I3

  • Integration von Software aus verschiedenen Quellen zur Erstellung eines stadtweiten IoT-Test-/Demonstrationssystems.
  • Die Erstellung eines Test-/Demonstrationssystems, welches die Funktionalität nachweisen, operative Tests durchführen und Marktdaten generieren kann, die zur Beurteilung des Return on Investment (ROI) erforderlich sind.
  • Erweiterung unseres Verständnisses von IoT-Marktplätzen und Datenschutz durch die Evaluierung von Konzepten. Beispielsweise geht es um Förderung oder Verhinderung von Datenströmen, Datenbesitz, Anreize und Vertrauen.
  • Erstellen eines Open-Source-Produktes aus der Kernsoftware I3, das an andere Community-basierte IoT-Geräte verteilt werden kann, um die systemische Evolution von einem gemeinsamen Fundament aus zu fördern.
  • Entwicklung von Netzwerkfunktionen, die es verschiedenen und unabhängigen I3-Datenströmen ermöglichen, miteinander zu interagieren und Daten effektiv auszutauschen. > Ein IoT-Datenmarktplatz.
  • Förderung der Bereitstellung von IoT-Geräten und des Datenaustauschs durch unabhängige Gerätebesitzer durch Berücksichtigung der Sicherheits- und Datenschutzbedürfnisse als Ergänzung zu einem Anreiz- und Vertrauensbildungssystem.
  • Entwickler von Anwendungen erhalten bei Bedarf Zugriff auf eine Zusammenstellung von Echtzeit-IoT-Daten-Treiber.
  • Förderung einer verstärkten anwendungsseitigen Nutzung von Datenströmen durch KI-Systeme und Anwendungen, um Daten-Händlern eine intelligentere Entscheidungsfindung zu ermöglichen.
  • Erstellen einer virtualisierten Darstellung des IOT-Geräts für eine Netzwerkinfrastruktur, um das Netzwerk vor Schäden durch Geräte mit unsicherem Herkunftsbezug zu schützen.

Der I3 Marktplatz

Um die Vision bzw. die selbst gesteckten Ziele zu verwirklichen, haben Wissenschaftler der University of Southern California (USC) den I3-Marktplatz für den Kauf und Verkauf von Daten geschaffen. Aufgrund seines Designs können sowohl Menschen als auch IoT-Geräte an dem Handel auf diesem I3-Marktplatz teilnehmen, der Marktplatz speichert keine Daten, sondern fungiert nur als Vermittler für den Verkauf von Informationen. Käufer von Daten oder Datenströmen, benötigen somit einen Platz zum Speichern ihrer Daten und müssen sich sicher sein, dass diese Daten nicht manipuliert wurden.

Die Forscher der USC experimentierten daher unter anderem mit dem IOTA-Protokoll, um zu sehen, ob und wie dieses Vorhaben mit dieser Technologie funktionieren könnte. Die Distributed Ledger Technologie von IOTA ermöglicht diese gewünschte manipulationssichere Übertragung von Daten, zudem lassen sich auch noch gebührenfrei Werte (IOTA Token) transferieren. Bäm, wie geil ist das denn. 😊

Die Benutzer des I3-Marktplatzes können nun den IOTA-Tangle nutzen, um ihre Daten unveränderlich zu speichern. Zukünftig wird es in enger Zusammenarbeit weitere Forschungen, Experimente und Verbesserungen rund um das IoT und die Einbindung verschiedener Geräte und Sensoren geben. S. D. Nelson (“Nelson”) von der IOTA Foundation wird darüber in weiteren Blogartikeln berichten.

Einführung zu IoT, I3 und IOTA

Blogartikel 1 vom 24. Sep’19, Autor S.D. Nelson IOTA Foundation. Mitwirkende: „Nelson“ Nelson, Gowri Ramachandran, Kurian Karyakulam (Biografien, siehe unten)

Experimente, Forschung und Entwicklung

Erstellen von IoT-Geräten

Das Experiment beinhaltete die Einrichtung von vier einfachen IoT-Geräten. Wir haben verschiedene Geräte verwendet, um verschiedene Datenströme zu erfassen: Ein AstroPiOTA-Gerät sammelt alle 30 Minuten Umweltdaten, ein mit EnviroPhat ausgestatteter Raspberry Pi sammelt alle 30 Minuten die Temperatur, ein Autonomer Gärtner kauft Wasser, wenn die Pflanzen im Gemeinschaftsgarten durstig sind und ein CO2-TVOC-Sensor überprüft alle 20 Minuten die Luftqualität.

Verbindung zum I3 Marketingplatz herstellen

Für jeden Datenstrom wurde auf dem I3-Marktplatz ein Produkt erstellt. Anschließend wurde jedes Produkt abonniert, die Sensordaten im Tangle gespeichert und die Trends in den Daten untersucht. Die Ergebnisse der Daten wurden größtenteils so erwartet, es gab aber auch einige unerwartete Benefits, später mehr dazu.

Berichterstattung über erwartete Ergebnisse

Der LA CO2-TVOC-Monitor meldet den CO2-Gehalt, diese Art von Daten ist für die öffentliche Sicherheit nützlich. Gesundheitsexperten sollten den CO2-Gehalt kennen und Fachleute für öffentliche Sicherheit nutzen ihn zur Überwachung der Luftqualität. Die Wetterstationen AstroPiOTA und EnviroPhat melden das lokale Wetter. Der autonome Gärtner benachrichtigt die lokalen Gärtner, wenn die Pflanzen auf dem Marktplatz Wasser kaufen.

Untersuchung unerwarteter Benefits

Am 4. Juli hatten wir ein Erdbeben der Stärke 7,1 bei L.A, die Daten von AstroPiOTA scheinen dies zu widerspiegeln. AstroPiOTA ist ein Klon von AstroPi, der an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) fliegt, auf der ISS überwacht er mit einem Beschleunigungssensor und einem Gyroskop ihre Orientierung im Raum. Auf der Erde fliegt AstroPiOTA nicht, er liegt auf dem Boden, wenn das Gerät nun eine Bewegung meldet, kann das darauf hinweisen, dass sich die Erde bewegt! Wir diskutieren dies mit Erdbebenspezialisten und werden in Zukunft über unsere Ergebnisse berichten.

Etwas anderes ist auch noch passiert. Die Daten meines Autonomen Gärtners haben uns gewarnt, dass der Bodenfeuchtesensor nicht funktioniert. Dieser Sensor steckt in der Nähe des Gemüses fest im Boden, um festzustellen, wann der Boden zu trocken ist und das Gemüse Wasser benötigt. Das Experiment ist vorerst gescheitert, weil der Sensor von Korrosion befallen wurde (billigen Mist gekauft?).

Hintergrund: Die Sicherheit von Lebensmitteln und Pflanzen sind uns wichtig, In unserem lokalen Gemeinschaftsgarten sind wir zu beschäftigt für traditionelle Gartenarbeit, also hilft uns der Autonome Gärtner, Lebensmittel anzubauen und unsere Gartenanlagen in Übereinstimmung mit den Regeln der städtischen Landschaftsgestaltung intakt zu halten.

Nutzung der Vorteile von gemeinsamen Daten

Wir beginnen gerade erst mit einfachen Geräten und haben bereits positive Ergebnisse.

Ich kann es kaum erwarten zu sehen, was I3 Phase 2 bringen wird. Wir fügen eine Kamera mit KI hinzu, die Fußgängerverkehr und Parkmöglichkeiten meldet. IOTA fügt ein neues Elektrofahrzeug-Ladegerät hinzu, mit dem man unter Verwendung der Iota-Token aufladen kann. IOTA entwickelt zudem eine neue Technologie, die das Sammeln und Teilen von Sensordaten erleichtert.

Wir vermitteln anderen, wie sie ihre IoT-Geräte einbinden können, damit sie mit dem Kauf und Verkauf von Daten beginnen können. Und wir experimentieren mit der Kombination von Daten aus verschiedenen Streams.

Anschließen eines IoT-Geräts an I3 und IOTA

Blogartikel 2 vom 23. Okt’19, Autor S.D. Nelson, IOTA Foundation. Mitwirkende: „Nelson“ Nelson, Gowri Ramachandran, Kurian Karyakulam (Biografien, siehe unten)

Jetzt geht es um die Details beim Kauf und Verkauf von Daten auf dem I3 Marktplatz. Der I3 Marktplatz speichert per Design keine Daten, diese können im IOTA-Tangle gespeichert werden. Anschließend können Sie ggf. mit Hilfe von datenwissenschaftlichen Methoden an den Daten auftretende Trends untersuchen.

Verkäufer können alle Arten von Sensoren zur Datenerfassung verwenden, beispielsweise überwacht ein CO2-Sensor den CO2-Gehalt der Luft und ein Umgebungssensor überwacht Temperatur, Feuchtigkeit und andere derartige Daten. Alle Arten von Daten können Sie verkaufen. Verkäufer handeln aber in der Regel mit Rohdaten, diese können im Textformat vorliegen, z.B.: 70 C = 70 Grad Celsius, oder sie können ggf. in einer maschinenlesbaren Sprache gespeichert werden.

Daten-Händler können durch eine gewisse Vorverarbeitung einen Mehrwert für ihren Datenstrom schaffen. Beispielsweise kann ein Daten-Händler ein Video vor einem lokalen Geschäft aufnehmen und dann mit einer Software für künstliche Intelligenz die Anzahl der vorbeikommenden Personen zählen. Der Daten-Händler verkauft den Fußgängerverkehr, nicht das Rohvideo.

Daten verkaufen

Um Daten zu verkaufen, erstellt ein Verkäufer sein Produkt und veröffentlicht sein Thema. Ein Käufer zahlt eine Gebühr für das Abonnement. Um die Daten nun zu verkaufen, benötigen Sie ein IoT-Gerät, auf dem MQTT ausgeführt werden kann . MQTT steht für Message Queuing Telemetry Transport. Dies ist ein ISO-Standard für ein Publish-Subscribe- oder auch “Pub-Sub” -Nachrichtenprotokoll.

Hinweis: Auch Bee nutzt den Publish/Subscribe-Messaging-Mechanismus (die Puzzleteile fügen sich zusammen)

MQTT-Bibliotheken sind in mehreren Programmiersprachen verfügbar, darunter Python, Java, JavaScript, C und andere. In diesen Tutorials wird der Aufbau von IoT-Sensorgeräten erläutert. Der Python-Beispielcode importiert die Eclipse Paho MQTT Python-Clientbibliothek:

Einrichten von Testkonten

Beginnen Sie Ihre Arbeit, indem Sie auf http://3.17.183.219:8000 gehen und zwei Konten erstellen:

  • ein Verkäuferkonto, um Ihre Daten zu veröffentlichen bzw. Ihr Produkt zu erstellen
  • ein Käuferkonto, um Ihre Daten zu abonnieren bzw. das Produkte zu kaufen.

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie im Menü oben auf der Seite, klicken Sie auf Dokumentation.

Programmierung eines Publishers, zu dt. Herausgebers, in diesem Fall, der Verkäufer

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie Daten veröffentlichen können. Jedes Tutorial hat ein Beispielskript. In diesen Tutorials nimmt der Publisher eine Sensormessung vor und veröffentlicht dann Datum und Uhrzeit der Sensormessung zusammen mit den Daten. Sie können einen Steuerprogram (scheduler) verwenden, um Ihren Publisher auszuführen. Wenn Sie beispielsweise Linux verwenden, planen Sie mit cron, dass der Publisher alle 30 Minuten ausgeführt wird.

Einrichten Ihres Abonnements

Melden Sie sich mit Ihrem Käuferkonto an. Klicken Sie auf das Produkt AstroPiOTA, sie werden nun die Produktdetails sehen. Fügen Sie dieses Produkt zu Ihrem Warenkorb hinzu und gehen Sie dann zur Bestellung. Dort sehen Sie dann eine Liste Ihrer Transaktionen, zusätzlich erhalten sie auch eine Benachrichtigung, dass Sie das Thema “AstroPiOTA” abonniert haben.

Abonnieren Ihrer Daten

Angenommen, Sie möchten mit Ihrem AstroPiOTA-Abonnement die Entwicklung der Umweltdaten verfolgen. Sie können die Daten von I3 abrufen und im Tangle speichern.

Hier ist ein Link zu einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammen mit Beispielpython-Code: https://github.com/NelsonPython/AstroPiOTA/blob/master/I3-subscribe.md

Um dieses Skript auszuführen, benötigen Sie Ihren Benutzernamen, Ihr Passwort und Ihren API-Schlüssel. Um Ihren API-Schlüssel zu erhalten, melden Sie sich bei Ihrem I3-Kaufkonto an und klicken Sie oben rechts oben auf ihren Benutzernamen, anschließend müssen sie auf API klicken um Ihren API-Schlüssel angezeigt zu bekommen.

Anzeigen Ihrer Daten im Tangle Explorer

In diesem Beispiel können Sie Ihre Daten im aufgerufenen IOTA-Testbed, dem Devnet Tangle Explorer, einsehen. In der Produktion können Sie den MainNet Tangle Explorer verwenden. Es ist wichtig zu verstehen, welche Art von Daten Sie gekauft haben. In diesem Beispiel haben Sie Umgebungsdaten von AstroPiOTA im Json-Format gekauft. Die Temperatur wird in Celsius angezeigt.

Datenermittlung

Sie können Datenwissenschaftliche Analysewerkzeuge verwenden, um Daten zu untersuchen. Kaggle ist eine Online-Community von Datenwissenschaftlern und Maschinenlern, mit deren Hilfe Sie Daten auswerten können. Beispielsweise sagen uns die Daten von dem AstroPiOTA Beschleunigungssensor und dem Gyroskop, ob sich AstroPiOTA bewegt. Dieses Gerät ist stationär, wenn diese Sensoren eine Bewegung anzeigen, können sie ein Erdbeben erkennen.

Ein weiteres Beispiel zeigt den CO2-Gehalt. In diesem Kaggle-Notebook vergleichen wir den CO2-Gehalt im Innen- und Außenbereich neben meinem Pickup-Auspuff. Versuchen Sie dieses Experiment nicht in Ihrer Garage. Sie können den Anstieg des CO2-Gehalts sehen, als ich neben dem Fahrzeugauspuff eine Messung vornahm. Die zweite Spitze trat auf, als ich während der Fahrt auf der Autobahn Messungen machte. Bleiben Sie auf dem Laufenden, denn wir führen weitere Experimente zur Überprüfung der Luftqualität auf Autobahnen durch.

Biografien

S.D. Nelson („Nelson“) arbeitet als Technologe bei der IOTA Foundation. Er teilt die Leidenschaft von IOTA für gebührenfrei Transaktionen für das Internet der Dinge, damit die Gesellschaft von diesen neuen Technologien profitieren kann. Er hat mit Forschern am USC zusammengetan, um an der Realisierung der I3 Vision zu arbeiten. Zuvor testete er den Curiosity Mars Rover bei der NASA-JPL, unterrichtete in China und arbeitete in 27 Ländern an der Validierung von Roboter-Laborgeräten. Er ist dafür extra nach Los Angeles gezogen.

Besonderer Dank geht an WenChen Mei für seine Ratschläge zur Datenvisualisierung. Er ist ein Doktorand, der seinen Master of Science in Materialwissenschaften an der Auburn University abschließt.

Dr. Gowri Sankar Ramachandran ist Postdoktorand am Center for Cyber-Physical System und Internet-of-Things (CCI) der USC Viterbi School of Engineering der University of Southern California (USC). Er verfügt über mehr als acht Jahre Forschungserfahrung im Bereich Internet der Dinge, einschließlich drahtloser Testbeds und Middleware-Technologie sowie Anwendungen, die von der Arzneimittelabgabe in Afrika bis zur Verbesserung der Fairness bei der Polizeiarbeit reichen. Gowri ist auch an der Entwicklung und Verwaltung von USCs Intelligent Internet-of-Things Integrator (I3) beteiligt, einer Plattform für Datenmärkte für Smart Cities.

Kurian Karyakulam Sajan ist ein Technikbegeisterter und Student, der einen Master of Computer Science an der University of Southern California absolviert. Bringt 5 Jahre Berufserfahrung als Full-Stack-Entwickler in Oracle, Creditvidya-Startup im Bereich Finanztechnologie und Research-Programmierer an der University of Southern California mit. Derzeit darf er mit einem Team engagierter Intellektueller auf dem I3-Datenmarkt unter der Leitung von Professor Bhaskar Krishnamachari zusammenarbeiten. Eine revolutionäre Idee, die sich aus IoT, Blockchain, verteilten Systemen, Ökonomien und maschinellem Lernen zusammensetzt und das Potenzial hat, tief in eine Vielzahl von Forschungsfragen einzutauchen, die noch nie untersucht wurden.

Quellen

Blogpost 1 – Einführung in IoT, I3 und IOTA

Blogpost 2 – Anschließen eines IoT-Geräts an I3 und IOTA

Mehr

Schrittweise Anleitungen zum Erstellen eigener Geräte: https://github.com/iota-community/I3-IOTA

Erfahren Sie mehr über IOTA https://www.iota.org/

Treten Sie unserer Community auf Discord https://discord.iota.org/ bei.

IOTA Technische Dokumentation https://docs.iota.org/

Erfahren Sie mehr über USC Marshall https://www.marshall.usc.edu/

Erfahren Sie mehr über USC Viterbi https://viterbischool.usc.edu/

Erfahren Sie mehr über das I3-Konsortium https://i3.usc.edu/about/i3-consortium/

Industrie 4.0 Marktplatz

Industrie 4.0 Marktplatz

In Zusammenarbeit mit seinen Partnern ECLASS, WeWash, Neoception, der Otto von Guericke Universität und der Helmut Schmidt Universität entwickelte die IOTA Foundation, den weltweit ersten Hersteller- und Branchenübergreifenden dezentralen virtuellen Industrie Marktplatz, für einen vollständig autonomen Handel von Dienstleistungen sowie von physischen und digitalen Waren.

Die nächste Generation der industriellen Automatisierung, Industrie 4.0 (I4.0), rückt bei allen Unternehmen immer mehr in den Fokus. In der Zukunft werden Geräte und Maschinen nicht nur Informationen über Vermögenswerte verwalten, sondern proaktiv Entscheidungs- und Optimierungsalgorithmen initiieren, wie beispielsweise den Kauf von Waren und Dienstleistungen, die für den Produktionsprozess erforderlich sind. I4.0-Geräte können mit ihrem zielgerichteten Verhalten, als autonome unabhängige Wirtschaftsakteure angesehen werden, die nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen zusammenarbeiten.

Die aus I4.0 resultierenden hochflexiblen Wertschöpfungsnetzwerke erfordern neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen – sowohl auf nationaler als auch auf globaler Ebene. Die erfolgreiche Implementierung von I4.0 hängt von der Schaffung einer gemeinsamen globalen Kommunikations- und Computerinfrastruktur ab, die wirtschaftliche Beziehungen zwischen Menschen und Maschine ermöglicht.

Der nun vorgestellte Semantische Industrie 4.0 Marktplatz ist ein wichtiges Puzzleteil für den Aufbau dieser benötigtenInfrastruktur, der Marktplatz nutzt die Distributed Ledger-Technologie von IOTA für eine vertrauliche, manipulationssichere Datenübertragung, die IOTA Technologie dient gleichzeitig als Zahlungssystem und ermöglicht eine verbesserte Vernetzung von Menschen, Maschinen und maschinenlesbaren Verträgen. Neben der IOTA Technologie nutzt der Marktplatz den ECLASS ISO/IEC Industriestandard, um standardisierte Stammdaten untereinander austauschen. ECLASS ist ein weltweiter Referenz-Datenstandard für die Klassifizierung und eineindeutigen Beschreibung von Produkten und Dienstleistungen. Es ist die Standardsprache für Industrieunternehmen, für einen schnelleren und zuverlässigeren Austausch von Produktinformationen ohne Rücksicht auf die Organisationsstruktur oder Sprachbarrieren. ECLASS bietet, Produktdaten für 44 Branchen und hat sich als einziger ISO/IEC-normenkonformer branchenübergreifender Industriestandard international durchgesetzt, davon profitieren bereits mehr als 3.500 Unternehmen weltweit in denen ECLASS zum Einsatz kommt.

Ein semantischer Standard wie der von ECLASS ist für diese Art Marktplatz zwingend erforderlich, denn wenn verschiedene Maschinen, Sensoren etc. zusammenarbeiten und Informationen austauschen sollen, müssen diese sich untereinander verstehen können. Semantik, auch Bedeutungslehre genannt, befasst sich mit der Beziehung zwischen Symbolen (Buchstaben, Wörter, Sätze usw.) und ihrer Bedeutung. Alle ausgetauschten Informationen müssen daher einer einheitlichen Semantik folgen um von allen Akteuren verarbeitet werden zu können.

Da der ECLASS Standard zudem bereits in sehr vielen anderen Softwaresystemen wie beispielsweise SAP integriert ist, wird auch IOTA als Teil des ECLASS Standards für die M2M Kommunikation sehr stark daran partizipieren.

Durch die Kombination der Distributed-Ledger-Technologie mit etablierten Standards und offen entwickelten Spezifikationen wird der Industrie Marktplatz die Speerspitze von I4.0 bilden und eine Plattform für die Wirtschaftlichkeit der Dinge schaffen.

Zusammenfassung der Schlüsselkomponenten

Industrie-4.0-Komponenten müssen miteinander kommunizieren, Dienstleistungen anbieten und, falls erforderlich, Aufgaben aushandeln und Zahlungen anbieten können. Über die Komponenten des Industrie Marktplatzes fungieren Industrie 4.0-Maschinenkomponenten als unabhängige Dienstleister und Verbraucher, die die von einer gemeinsamen Infrastruktur unterstützten Dienste bezahlen oder dafür bezahlt werden.

Asset Administration Shell, ASS (dt. Verwaltungsschale): ist eine Brücke (Kommunikationsschnittstelle) zwischen einer materiellen Vermögensanlage und der IoT-Welt. Ein AAS ist eine standardisierte virtuelle Darstellung eines Assets (Vermögenswert), in der Asset-Informationen gespeichert werden. Beispiele für Assets sind Maschinen, Geräte, Software usw.

ECLASS: ist der weltweite ISO / IEC-konforme Datenstandard zur Klassifizierung und eindeutigen Beschreibung von Produkten und Dienstleistungen. ECLASS-Beschreibungen bieten eine klare Datenstruktur in einer M2M-Umgebung. Maschinen können sich selbst oder die Fähigkeiten eines Gegenübers identifizieren und verstehen.

IOTA Tangle: Das IOTA Tangle ist eine Distributed-Ledger-Technologie (DLT), die den Datenaustausch in einem sicheren und unveränderlichen Protokoll aufzeichnet. Eine manipulationssichere Quelle der Wahrheit. Zahlungen per IOTA Token können global und sofort nach Erhalt der gekauften Ware, Aushandlung eines Vertrages oder Zuschlag erfolgen.

Aufbauend auf Spezifikationen der Plattform Industrie 4.0 (Deutschlands zentrales Netzwerk zur Förderung der digitalen Transformation in der Fertigung) kombiniert der Industrie Marktplatz:

  • Distributed Ledger-Technologie
  • Unveränderliche Audit-Protokolle und ECLASS-Standards  
  • Maschinenlesbare Verträge und ein integriertes dezentrales Identitätssystem

Zusammen ermöglichen diese Funktionen eine sichere Kommunikations- und Zahlungsplattform für die gesamte Industrielandschaft, stellen die Authentizität aller Teilnehmer sicher und ermöglichen einen dezentralen Austausch.

Mit den Bausteinen des ersten „Data Marketplace“ wurde das Konzept zu einem vollwertigen Produkt weiterentwickelt. Als der Proof-of-Concept -Ansatz für den Data Marketplace im Jahr 2017 vorgeführt und später als Open-Source- Lösung eingeführt wurde, richtete IOTA eine Plattform für Unternehmen und Community-Mitglieder ein, um gemeinsam neue IoT / M2M-Lösungen und Geschäftsmodelle zu erforschen. Der Marktplatz bildete ein Ökosystem zur Förderung erlaubnisloser Innovationen und demonstrierte das Potenzial für die „Wirtschaft der Dinge“.

In der Zukunftsvision der IOTA Foundation ist der neue Industrie Marktplatz ein wesentlicher Fortschritt und die IF hat große Pläne für seine Zukunft. Der derzeitige Stand ist nur der erste Schritt in der Zeitleiste dieses Projektes, alle Unternehmen können jetzt mehr Erfahrung mit der Technologie für Distributed Ledger sammeln und lernen, wie sie ihr Potenzial am besten nutzen können. In Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Partnern, wird die IOTA Foundation in Zukunft die Entwicklung eines Industriestandard für den dezentralen Daten- und Dienstaustausch weiter vorantreiben.

Hauptmerkmale des Industrie Marktplatzes:

  • Hersteller- und branchenneutral
  • Standardisierte Kommunikation für Verträge, Produktdaten, Einkauf, Angebote, Bestellungen und Dienstleistungen
  • Implementierung der I4.0-Prinzipien zur Förderung von Digitalisierung und Fertigung
  • Semantische Sprache, basierend auf offenen Spezifikationen, entwickelt von der Plattform Industrie 4.0 und akademischen Institutionen
  • Ein sicheres, dezentrales und global zugängliches Protokoll
  • Niedrige Systemanforderungen
  • Quelloffene Software
  • Integrierte, dezentrale Identität
  • Integrierte Zahlungen für Waren und Dienstleistungen ohne Transaktionsgebühren (IOTA-Token)
  • Zahlungswarteschlangen für Hochfrequenzumgebungen, z. B. Kauf vieler einzelner Datensätze
  • Unveränderliche Prüfprotokolle (auch für Zahlungen), die den gesetzlichen Anforderungen entsprechen

„Der Industriemarkt soll die aktuellen Probleme bei der Schaffung einer gemeinsamen Standardsprache für die autonome Kommunikation von Maschine zu Maschine lösen“, sagte Thorsten Kroke, Leiter Digital Processes & Standards bei ECLASS:„Dies ist ein wesentlicher Aspekt von Industrie 4.0, bei dem ein sicherer Datenaustausch ohne den Verlust von Schlüsselinformationen für die Entscheidungsfindung grundlegende Anforderungen sind.“

„Das dezentrale IOTA-Identitätssystem kann derzeit ein industrielles Problem lösen: die Identifizierung physischer Geräte. Identität ist eine Grundvoraussetzung, um eine Verwaltungsschale (ASS) an ein physisches Gerät anzuschließen “, sagte Jörg Nagel, Geschäftsführer von Neoception.„ Die vom Industrie Marktplatz verwendete DID (Dezentraler Identifikator) mag für manche als futuristisch erscheinen, löst jedoch ein echtes Problem für die Branche, die Bereitstellung global eindeutiger IDs. “

„Der Industry Marketplace ebnet den Weg für einen sicheren automatisierten Handel im verarbeitenden Gewerbe“, sagte Holger Köther, Director of Partnerships der IOTA Foundation. „Die Verwendung des IOTA Tangle, einer Open-Source-Technologie für Distributed Ledger, die manipulationssicher und skalierbar ist, gewährleistet Stabilität und Robustheit für den Marktplatz und seine Teilnehmer. Wir freuen uns jetzt darauf, den Teilnehmerkreis zu erweitern, den Marktplatz unter produktionsnahen Bedingungen zu demonstrieren und seine Entwicklung mit unseren Industriepartnern fortzusetzen“.

Wie können Sie oder ihr Unternehmen teilnehmen?

Der Industrie Marktplatz wurde als Open Source-Initiative entwickelt und kann kostenlos genutzt werden. Die IOTA Foundation ermutigt offene Innovationen mit anderen Industriepartnern, um neue Geschäftsmodelle und die vielen Möglichkeiten der industriellen Automatisierung zu erkunden. Für einen ersten schnellen Einblick können Sie eine einfache Demo in Ihrem Büro ausführen , um das Potenzial zu erforschen.

Wenn Sie oder Ihre Organisation daran interessiert sind, den Industrie Marktplatz weiter zu erkunden, empfiehlt die IOTA Foundation folgenden Best Practices zu befolgen:

  • Sichern Sie sich ein Mandat des Managements, um neue digitale Technologien und nicht inkrementelle Innovationen zu erkunden
  • Experimentieren Sie in kleinen, aber schnellen Schritten mit einem sehr einfachen PoC
  • Sichern Sie sich die Ressourcen, die zum Hochfahren Ihres PoC für einen Testbed-Piloten erforderlich sind
  • Wenden Sie die Prinzipien von Open Innovation an. Teilen Sie Ihr „Problem, das es wert ist, gelöst zu werden“, und finden Sie ergänzende Partner mit ähnlichen Ambitionen
  • Die IOTA Foundation unterstützt Sie bei der Integration Ihrer Infrastruktur in den Industrie Marktplatz und hilft Ihnen bei Ihrem ersten Proof of Concept.
  • Wenn Sie mehr wissen oder Teil dieser offenen Innovationsinitiative werden möchten, kontaktieren Sie uns bitte unter industry@iota.org oder schließen Sie sich unserem Discord Kanal an ( https://discord.iota.org ).

Wie geht es weiter mit dem Industrie Marktplatz?

Die IOTA Foundation und ihre Partner beabsichtigen, den Industriemarkt branchenweit in der Produktion zu nutzen. Das Erreichen dieses Ziels ist kein einfacher Prozess und es stehen viele Herausforderungen bevor. Um die IOTA Foundation für eine branchenweite Übernahme am besten zu positionieren, werden zwei zentrale Initiativen vorangetrieben:

  1. Ein Co-Creation-Prozess konzentrierte sich auf die Entwicklung von minimal lebensfähigen Ökosystemen um einfache, greifbare Anwendungsfälle zu ermöglichen. Die IF wird zunächst das Netzwerk der Partner erweitern, die an der Industrie-Marktplatz-Initiative beteiligt sind. Der Aufbau von Vertrauen zwischen Partnern und die Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel ist der Schlüssel zum Erfolg des Projekts. Durch die Verbindung von Geräten, Vermögenswerten, Produkten und Dienstleistungen aus einer Reihe von Branchen werden die Automatisierungsfähigkeiten des Industrie Marktplatzes in realen Szenarien und Testumgebungen demonstriert werden.
  2. Etablierung einer langfristigen Entwicklung mit Partnern aus Wissenschaft, Unternehmen, öffentlichem Sektor und der Gemeinde.Es wird eine Arbeitsgruppe geschaffen, um Standards zu etablieren, APIs zu entwickeln und den Industrie Marktplatz in Richtung Akzeptanz zu treiben. Dies ist Teil eines umfassenderen Bestrebens, ein System für die langfristige Entwicklung zu etablieren. In Zusammenarbeit mit der Community und den Partnern können ggf. viele zusätzliche Funktionen integriert werden. Dazu gehören, ohne darauf beschränkt zu sein, Lernprogramme, Bewertungen, Überprüfungen, Analysen (DID überprüft = Dezentraler Identifikator), zusätzliche Such- und Visualisierungsoptionen, statistische Datenauswertung, branchenspezifische Lernprogramme und Erweiterungen, Konnektivität zu anderer (Unternehmens-) Software, eine verteilte Governance System, Erweiterung der aktuellen DID-Implementierung auf W3C-Standards und vieles mehr.

IOTA setzt auf die Spezifikationen der Plattform Industrie 4.0 dem zentrale Netzwerk zu Industrie 4.0 in Deutschland

Artikel vom 21.11.2019: Meilenstein für die Maschinen-zu-Maschinen-Kommunikation: Industry Marketplace von IOTA setzt auf Spezifikationen der Plattform Industrie 4.0

Weiterführende Links, rund um den Industrie 4.0 Marktplatz:

Guter Artikel von Industrie 4.0 Management: Dezentraler IOTA-basierter Industrie-Marktplatz – Industrie-Marktplatz auf Basis von IOTA, eCl@ss und I4.0-Verwaltungsschale

Industry Marketplace-Website

Step-by-step guide – How to get started     Deutsche Übersetzung bei einfachIota.de

Erklärungsvideo zum Branchenmarkt 

Demonstrationsvideo – How entities interact & participate

Industry Marketplace 1-Pager

Open Source Repository auf Github

Technical Documentation (PDF)

eCl@ss-Demonstrator

Neoception und die IOTA Foundation haben bereits den eCl@ss-Demonstrator erweitert und mit dem IOTA-Tangle verknüpft. Der Demonstrator wurde auf der Hannover Messe 2019 durch ein entsprechendes Exponat am eCl@ss-Stand der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Erweiterung des Demonstrators zeigt, wie industrielle Sensordaten übertragen und im Tangle gespeichert werden können. Der Zugriff auf die Live-Daten erfolgt über einen verschlüsselten IOTA Streams-Kanal in Form eines zeitlich begrenzten Abonnements. Das Abonnement wird über den Tangle von IOTA durchgeführt. Während alle an das Tangle gesendeten Daten mit eCl@ss-Merkmalen versehen sind, kann eine externe Maschine oder ein Dienst den richtigen Datensatz ermitteln und sich automatisch den Zugriff auf die Daten erkaufen. Dies ist ein erster Schritt in Richtung des zu entwickelnden semantischen Marktplatzes (SeMarket 4.0).

Hier sind einige kurze Videos über den Demonstrator:

Hannover-Messe 2019  (deutsch)

Hannover Messe 2019 (englisch)

Dynamic eCl@ss Demonstrator (deutsch)

Quellen

https://www.eclass.eu/
https://industrymarketplace.net
https://www.plattform-i40.de/PI40/Navigation/DE/Home/home.html
https://blog.iota.org/iota-foundation-launches-industry-marketplace-the-worlds-first-autonomous-and-decentralized-80d9290318f3

Datenmarktplatz

25. Feb’19

Übersetzung des IOTA Blogartikel “Datenmarktplätze Teil 1.”

Die IOTA Foundation startete den Datenmarktplatz (https://data.iota.org) im vierten Quartal 2017 als Proof of Concept (PoC) und offenes Innovationsökosystem. Über ein Jahr später ist es nun an der Zeit, dass sich der Datenmarktplatz (DMP) PoC mit Hilfe der Community weiterentwickelt, um alle Funktionen des DMP vollständig zu dezentralisieren und den nächsten Schritt zu gehen.

Was sind Datenmarktplätze?

Das Wachstum von Datenmarktplätzen ist eine unvermeidliche Folge der IoT-Revolution (Internet of Things), die die Art und Weise verändert, wie wir uns vernetzen, interagieren und Daten in nahezu jedem vorstellbaren Kontext austauschen. In dem Maße, in dem physische Anlagen wie Schiffe, Fabriken, Fahrzeuge, Bauernhöfe und Gebäude digital werden, fungieren ihre digitalen Zwillinge” allmählich als sichere Datenbörsen. Da die Datenströme Silos überwinden und Werte über Organisationen hinweg transportieren, verwandeln sich traditionelle Wertschöpfungsketten in ein Netz von Werten. Dieses Paradigma ist komplex zu verwalten und zwingt Unternehmen dazu, ihre Wettbewerbsposition innerhalb von Ökosystemen zu überdenken. Datenmarktplätze entstehen als Mittel, um Daten auszutauschen, Datenströme zu monetarisieren und die Grundlage für neue “intelligente” Geschäftsmodelle zu schaffen.

Wir bezeichnen diese neue Welle der Wertschöpfung für das Internet of Everything als “Economy of Things” oder Machine-to-Machine (M2M)-Ökonomie. Diese Chancenlandschaft für Gesellschaft und Wirtschaft mag für manche futuristisch klingen, aber sie steht im Fokus einer wachsenden Zahl von Unternehmen in allen Branchen. Wir sind uns der enormen Möglichkeiten und ihrer transformativen – und potenziell disruptiven – Natur bewusst und glauben, dass der beste Ansatz für zukunftsorientierte Organisationen und Einzelpersonen darin besteht, diese Möglichkeiten offen und gemeinsam zu erkunden.

Ziele des IOTA Datenmarktplatz PoC

Um das Potenzial von Datenmarktplätzen zu realisieren, haben wir uns 2017 vorgenommen, mit der IOTA Datenmarktplatz-Initiative mehrere zentrale Herausforderungen anzugehen:

IOTA und seine Datenmarktplatz-Initiative wollten diese Herausforderungen angehen (und haben dabei geholfen), indem sie:

1. Einen ersten, quelloffenen Proof of Concept erzeugen.

2. Erforschung neuer IoT / M2M Lösungen und Geschäftsmodelle für die “Economy of Things”

3. Aufbau eines Co-Creation-Ökosystems zur Förderung der erlaubnisfreien Innovation

Gleichzeitig luden (und laden) wir die Teilnehmer ein, die IOTA-Technologie als einen gemeinsamen Standard mitzugestalten, der für alle funktioniert.

.

Wie die Technologie ist auch der Ansatz der IOTA Foundation, Innovation zu ermöglichen, offen und erlaubnisfrei. Der Datenmarktplatz wurde entwickelt, um einen agilen, experimentellen und kollektiven Ansatz zur Innovation für seine Teilnehmer, aber auch für die IOTA Foundation selbst zu ermöglichen. Die Datenmarktplatz-Initiative fordert die IOTA-Technologie mit den Anforderungen des realen Einsatzes und den Anforderungen der Teilnehmer heraus.

“IOTA WILL GEMEINSAM MIT DER INDUSTRIE EINEN STANDARD FÜR DIE IOT/M2M-WIRTSCHAFT ENTWICKELN”

Seit dem Start der Initiative haben eine Reihe von proaktiven Industrieteilnehmern ihr Engagement schrittweise verstärkt und unseren technischen Teams wertvolles Feedback gegeben, wodurch wir die Entwicklung des IOTA-Stacks bis zur Produktionsreife beschleunigen konnten.

Ein Ausgangspunkt zur Erforschung neuer Lösungen

Der IOTA Tangle ist ein sicheres Datenkommunikationsprotokoll und ein gebührenfreies Mikrotransaktionssystem für das IoT/M2M. Der IOTA Datenmarktplatz ist eine vereinfachte Plattform, die simuliert, wie ein angeschlossenes Gerät, auf dem ein IOTA-Skript läuft, schnell für den Austausch sicherer Daten mit einem Webbrowser bezahlt werden kann. Die Initiative lieferte erfolgreich einen IOTA-Baustein, der es angeschlossenen Geräten und APIs ermöglicht, Daten unter Verwendung von testnet IOTA-Tokens zu verkaufen und zu übertragen – was den Teilnehmern einen Ausgangspunkt bietet, um neue Lösungen zu erforschen und ihre eigenen Datenmarktplätze zu gestalten.

“Smarte” Geschäftsmodelle und Anwendungsfälle

Datenmarktplätze sind ein Mittel zur Schaffung und Erfassung von Werten in einer Umgebung, in der Sensoren und verbundene Geräte direkt mit Daten handeln. Zum Beispiel können Smart-City-Sensoren jetzt für die Weitergabe wertvoller Echtzeitdaten bezahlt werden. Physische Assets, die mit einem Chip ausgestattet sind, können nun geleast werden, wodurch “Pay-per-Use”-Modelle die Smart Sharing Economy prägen. Unsere persönlichen Daten könnten bald mit unserer proaktiven Zustimmung über unsere digitalen Zwillinge oder persönlichen Datenmanagementsysteme abgerufen werden und radikal neue personalisierte und Echtzeit-Dienste ermöglichen.

IOTA entwickelt eine digitale Technologie, um diese “smarten” Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Mit dem PoC als Initialzündung für das Geschäftsmodelldenken der Teilnehmer haben wir Co-Creation-Workshops organisiert, um diesen Prozess zu katalysieren. Nicht-inkrementelle Geschäftsmodelle entstehen nur selten aus internen Bemühungen heraus. Oft werden externe Sichtweisen und Fähigkeiten benötigt, um tragfähige Ideen zu liefern. Im Fall des siloübergreifenden Datenaustauschs können neue Modelle nur durch die Zusammenarbeit im Ökosystem Gestalt annehmen, da die vorherrschenden Wertschöpfungsketten oft umgestaltet werden müssen. Es bedarf einer kooperativen Anstrengung, um zu neuen, für beide Seiten vorteilhaften Beziehungen zwischen den Beteiligten zu gelangen.

Unser Co-Creation-Prozess konzentriert sich darauf, minimale tragfähige Ökosysteme von Partnern um einfache und greifbare Anwendungsfälle herum zu schaffen. Der Aufbau von Vertrauen zwischen den Partnern und die Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel ist der Schlüssel. IOTA ist ein Wegbereiter für diesen Co-Creation-Prozess und wir haben ein paar bewährte Vorgehensweisen für Organisationen zusammengestellt, die daran interessiert sind, den IOTA Datenmarktplatz zu erkunden:

  • Sichern Sie sich ein Management-Mandat, das darauf abzielt, neue digitale Technologien und nicht inkrementelle Innovationen zu erforschen.
  • Sichern Sie sich rechtzeitig die notwendigen Ressourcen, um Ihren PoC zu einem Testbed-Piloten auszubauen
  • Experimentieren Sie in kleinen, aber schnellen Schritten, beginnen Sie mit einem sehr einfachen PoC
  • Offene Innovation: Teilen Sie Ihr Problem, das es wert ist, gelöst zu werden, um komplementäre Partner mit ähnlichen Ambitionen zu finden

Aufbau eines Co-Creation-Ökosystems zur Förderung der erlaubnisfreien Innovation

Nach Webinaren, Workshops, Veranstaltungen und vielen Dialogen hat sich ein kollaboratives Ökosystem herausgebildet. Dieses besteht aus Unternehmen, Institutionen und Non-Profit-Organisationen, die daran interessiert sind, gemeinsam das Potenzial der IOTA-Technologie zu erforschen.

Die Teilnehmer des PoC, die im Januar 2019 über 80 waren, kamen aus vielen verschiedenen Branchen, darunter Mobilität, Energie, Landwirtschaft, Immobilien, eHealth, Smart Manufacturing, Supply Chain, Finanzdienstleistungen, Halbleiter, IT-Integratoren, Beratung, Universitäten und Industriecluster.

Mehrere Folgeinitiativen werden nun angestoßen. Einige davon sind:

  • Workshops & Webinare – es wurden Webinare zum Datenmarktplatz und dem Streams-Modul organisiert. Workshops wurden in Oslo und Berlin zu den Themen Trusted IoT, GDPR und persönliche Daten durchgeführt
  • Smart Energy – Positive CityxChange, ein neues EU Horizon 2020 Projekt mit 7 Smart Cities und mehr als 30 Partnern zur Entwicklung von Positive Energy Districts
  • Hackathons – Die IOTA Foundation nahm an Hackathons in Groningen und Paris teil, bei denen der Data Marketplace als Ausgangspunkt für die Teilnehmer genutzt wurde
  • Smart City Testbed – Erste Arbeiten zur Entwicklung von Smart Cities werden in Los Angeles im IoT-Testbed des Smart Campus der USC angestoßen, als Stellvertreter für eine Smart City

Wie geht es weiter?

Wir haben durch den anfänglichen PoC viel gelernt und wollen nun Unternehmen ermöglichen, schneller zu experimentieren. Der PoC ist nun quelloffen. Dabei bitten wir die Community, uns zu helfen, alle Funktionen des Data Marketplace vollständig zu dezentralisieren. Das zentralisierte Cloud-Backend besteht heute aus den folgenden Komponenten:  

  • Benutzerauthentifizierung (OAuth mit Google-Konto)
  • Benutzerverwaltung
  • Verwaltung von Zugriffsrechten
  • Geräteverwaltung (Erstellen/Lesen/Löschen)
  • Wallet-Verwaltung (Wallet-Funding, Token-Transfer)
  • Verfolgung von Geräte-Stream-Käufen
  • Fehlerverfolgung und -berichterstattung

Außerdem haben wir eine fünfteilige Blogserie verfasst, um weitere Informationen über den aktualisierten Data Marketplace zu liefern, einschließlich technischer Spezifikationen und Benutzerrichtlinien. Sie können sie sich hier ansehen:

Teil 1: IOTA Data Marketplace (dieser)

Teil 2: Sensor Onboarding

Teil 3: Veröffentlichen von Sensordaten

Teil 4: Cloud-Backend-Konfiguration

Teil 5: Checkout und Deployment Ihrer Anwendung

Co-Creation-Möglichkeiten gemeinsam gestalten

Die IOTA Foundation steht im aktiven Dialog mit ihrem Ökosystem von Teilnehmern, um wirkungsvolle Aktivitäten zu definieren, die darauf abzielen, das Engagement von Unternehmen und der Community in Richtung PoCs, neuer Geschäftsmodelle und Prototyp-Lösungen zu erweitern und zu katalysieren.

Wir begrüßen Ihr Feedback. Wenn Ihre Organisation die gleichen Ambitionen teilt und bereit ist, in die Gestaltung der Zukunft mit einem Ökosystem von Partnern in Ihrer Branche oder Region zu investieren, lassen Sie es uns bitte wissen. Ebenso würden wir uns freuen, wenn Ihre Organisation daran interessiert ist, sich gemeinsam um öffentliche Fördermittel für datenmarktplatzbezogene Themen zu bewerben (z.B. EU 2020 Calls), um mit uns in Kontakt zu treten.

Quellen

https://blog.iota.org/part-1-iota-data-marketplace-update-5f6a8ce96d05/

Datenmarktplatz – Sensor Onboarding

19. Feb’21

Übersetzung des Blogartikel von Autor Alexander Belyaev, IOTA Foundation.

Der IOTA Datenmarktplatz: Eine technische Einführung – Teil 2: Sensor Onboarding – https://data.iota.org

Dies ist der erste Teil einer Serie von Beiträgen auf technischer Ebene, die sich an diejenigen richtet, die mehr darüber erfahren möchten, wie Data Marketplace unter der Haube funktioniert. In diesem Artikel stelle ich das Sensor Onboarding vor, erkläre, wie man es richtig konfiguriert, und zeige die Grenzen der aktuellen Proof of Concept Anwendung auf.

Damit Sie Ihre Sensoren schnell onboarden können, haben wir eine Anwendung mit einigen Codebeispielen entwickelt, die Sie durchgehen können, um vollständig eingerichtet zu sein. Dieser Blogbeitrag richtet sich an Entwickler, kann aber auch von jedem ohne technischen Hintergrund nachvollzogen werden.

Ihre Sensoren und Daten

Der Datenmarktplatz ist agnostisch in Bezug auf die Sensoren und die Daten, die Sie mit ihm verbinden. Jeder Sensor, der in der Lage ist, Daten zu übertragen und eine einfache Möglichkeit hat, regelmäßige Messwerte zu erhalten (z. B. über eine API), kann für den Datenmarktplatz verwendet werden. Um die Daten an den Marktplatz zu übermitteln, müssen Sie lediglich ein Skript ausführen, um Daten an den IOTA Tangle zu übermitteln, der die Datenstruktur hinter IOTA ist.

Beispiel für die Verwendung von Sensoren:

Datenfelder

Für jeden Ihrer Sensoren müssen Sie die richtigen Datenfelder definieren, die dann auf dem Tangle gespeichert werden und dem Käufer auf der Datenmarktplatz-Website angezeigt werden. Beschreiben Sie im Allgemeinen nur die Daten, die Sie speichern und verkaufen möchten. In diesem Stadium werden wir uns nicht zu sehr darum kümmern, was ich mit dem Speichern von Daten auf dem Tangle meine, da ich darauf in einem anderen Blogbeitrag eingehen werde.

Wenn Sie teilnehmen möchten, gehen Sie auf die Dashboard-Seite, um sich anzumelden. Hier sehen Sie einen Google OAuth-Anmeldebildschirm. Klicken Sie auf die Schaltfläche “Mit Google anmelden” und eine Aufforderung sollte erscheinen.

Sobald Sie eingeloggt sind, sehen Sie eine Option zum Erstellen eines neuen Geräts.

Mit den Standardeinstellungen können Sie bis zu 5 Sensoren pro Konto erstellen. Diese Anzahl kann auf Anfrage angepasst werden.Geben Sie einige grundlegende Informationen über Ihren Sensor ein. Stellen Sie sicher, dass Sie die Felder ausfüllen, die sich auf die Datenströme beziehen, die Sie sammeln möchten.

Für jeden neuen Sensor bitten wir Sie, die folgenden Informationen anzugeben:

  • Geräte-ID: Diese ID sollte unter allen vorhandenen Sensoren eindeutig sein und dient als Zugangsschlüssel beim Kauf eines Datenstroms. Bitte beachten Sie, dass die ID mit einem Buchstaben ([a-z]) beginnen muss und von einer beliebigen Anzahl von Buchstaben, Ziffern ([0-9]), Bindestrichen (“-“) und Unterstrichen (“_”) gefolgt werden kann. Die maximal zulässige Länge ist auf 40 Zeichen festgelegt.
  • Gerätetyp: Klartextbeschreibung des Gerätetyps, die anderen Teilnehmern des Datenmarktplatzes hilft, die mögliche Verwendung des Datenstroms der Sensoren zu identifizieren. Typische Beispiele: “Wetterstation”, “Ortungsgerät”, “Ladestation”.
  • Unternehmen: Geben Sie den Namen des Unternehmens an, das den Sensor besitzt und wartet. Diese Information schafft mehr Vertrauen zwischen den Eigentümern des Sensors und den Nutzern des Datenmarktplatzes, die am Kauf des Datenstroms interessiert sind.
  • Standort (Stadt / Land): Diese Informationen helfen dabei, zu erkennen, ob die Sensordaten für den Kauf relevant sind. Zum Beispiel könnten einige Benutzer daran interessiert sein, Datenströme von Wetter- oder Umweltsensoren zu kaufen, die sich in einer bestimmten Region befinden.
  • GPS-Koordinaten (Breitengrad / Längengrad): Sie können einen Dienst wie https://www.gps-coordinates.net/ verwenden, um die richtigen GPS-Daten für Ihren Sensor zu erhalten. Wir akzeptieren Koordinaten als eine Anzahl von Ziffern ([0-9]), denen ein Bindestrich (“-“) für negative Werte und ein Dezimaltrennzeichen (“.”) vorangestellt werden kann. Bitte geben Sie keine Buchstaben oder Sonderzeichen ein.
  • Preis des Datenstroms: Hier können Sie den Preis für die Sensordaten festlegen. Wir schränken Sie bei der Festlegung des Wertes nicht ein, aber bedenken Sie bitte, dass ohne Vorschau und Erstattungsmöglichkeiten nur wenige Kunden bereit sein werden, ein Vermögen für einen Datenstrom zu bezahlen. Andererseits könnte die Festlegung eines sehr niedrigen Preises dazu führen, dass insgesamt weniger als 1/1000 Cent eingenommen werden. “Wir empfehlen Ihnen, den aktuellen Preis von 1 MIOTA zu überprüfen, der 1.000.000 (eine Million) IOTA-Token entspricht. Wir schlagen vor, dass Sie den Preis im Bereich von 1.000 bis 50.000 IOTA-Token festlegen, abhängig von den Kosten und dem Wartungsaufwand des Sensors.”
  • Datenfelder: Der wichtigste Teil der Sensorkonfiguration. Bitte geben Sie Informationen für jeden Parameter an, der vom Sensor erfasst und auf dem Tangle gespeichert werden soll. Sie können Felder hinzufügen oder entfernen, indem Sie die Schaltflächen (+) und (x) auf der rechten Seite drücken.

Die Parameterinformationen bestehen aus 3 Feldern:

  • Feld-ID: Diese ID sollte unter allen anderen Parametern für den spezifischen Sensor eindeutig sein. Bitte beachten Sie, dass die ID mit einem Buchstaben ([a-z]) beginnen muss und von einer beliebigen Anzahl von Buchstaben, Ziffern ([0-9]), Bindestrichen (“-“) und Unterstrichen (“_”) gefolgt werden kann. Die maximal zulässige Länge ist auf 40 Zeichen festgelegt.
  • Feldname: Klartext-Parameterbeschreibung, die den Zweck des Felds angibt. Die maximal zulässige Länge ist auf 40 Zeichen festgelegt.

Das folgende Beispiel beschreibt einen Sensor, der Star-Wars-Fahrzeuge erkennt, wenn sie an der Basis vorbeifahren, und Fahrzeugdaten an den Tangle sendet.

Fahrzeugdaten, die erfasst werden: Fahrzeugname, Modell, Hersteller und Fahrzeugklasse. Dem Datensatz könnten beliebige andere Daten hinzugefügt werden, aber der Einfachheit halber werden wir diese 4 Parameter verwenden.

Nachdem Sie die Daten übermittelt haben, wird der Sensor zu Ihrem Konto hinzugefügt. Von diesem Punkt aus können Sie auf seine Daten zugreifen, indem Sie auf die Sensor-ID klicken.

Jede Sensorkarte enthält ganz unten einen Link “Download Publish Script”. Dieser Link generiert eine Reihe von Dateien, die alle notwendigen Konfigurationen für einen ausgewählten Sensor enthalten und liefert Ihnen ein Anwendungsbeispiel und eine Dokumentation, wie Sie Daten in Tangle speichern können. Auf die Verwendung dieses Skripts werde ich im nächsten Blog-Beitrag eingehen.

In der neuen Version der Anwendung werden auch alle eigenen Sensoren automatisch in die Liste der gekauften Sensoren aufgenommen, so dass Sie nicht mehr den Datenstrom eines eigenen Sensors kaufen müssen. Bitte beachten Sie, dass dies für zuvor hinzugefügte Sensoren nicht der Fall ist.

Sie können einen Sensor auch wieder entfernen. Beachten Sie aber bitte, dass dabei auch der mit dem Sensor verknüpfte Wallet-Seed entfernt wird. Das bedeutet, dass Sie kein Geld mehr abheben können, das auf den Seed übertragen wurde.

In den nächsten Artikeln werde ich erklären, wie man ein automatisch generiertes Skript verwendet, um neue Sensordaten im Tangle zu veröffentlichen und ich werde kurz über Masked Authenticated Messaging aka IOTA Streams sprechen. Außerdem werde ich auf die Verwendung von Googles Firebase eingehen, der Cloud-Backend-Infrastruktur hinter der Data-Marketplace-Anwendung.

Teil 1: IOTA Datenmarktplatz

Teil 2: Sensor Onboarding (dieser Beitrag)

Teil 3: Veröffentlichen von Sensordaten

Teil 4: Cloud-Backend-Konfiguration

Teil 5: Auschecken und Bereitstellen

Marktplätze

Daten werden seit einiger Zeit als das neue Öl der digitalen Welt bezeichnet. Unternehmen wie Facebook, Google oder Amazon verdienen einen großen Teil ihrer Einnahmen mit unseren Nutzerdaten, indem Sie diese, in Werbeprofilen sammeln und an die verschiedensten Werbeunternehmen verkaufen oder uns gezielt, anhand unseres Surfverhaltens, mit auf uns zugeschnittener Werbung direkt malträtieren. Aber nicht nur unsere gesammelten Surfdaten sind viel wert, auch Sensor Daten wie Beispielsweise die gesammelten Temperaturen eines meteorologischen Instituts können etwas Wert sein oder diverse Datensätze die mittels eines sogenannten digitalen Zwillings erhoben werden können.

Zur Erklärung, ein digitaler Zwilling repräsentiert ein reales Objekt in der digitalen Welt. Sie beschreiben die Eigenschaften und das Verhalten der realen Objekte unter bestimmten Bedingungen und können über Sensoren in Echtzeit mit der realen Welt in Verbindung stehen. Bei den abgebildeten Objekten kann es sich um materielle oder immaterielle Objekte wie Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse handeln. Dank der Kopplung mit realen Daten, wie Umgebungsbedingungen oder Werkzeugpositionen innerhalb der Maschinen, erlauben die digitalen Zwillinge die Durchführung von diversen Analysen und Simulationen. Für die Digitalisierung von Produktionsprozessen stellen Simulations-, Analyse-, Produktions- und Entwicklungsprozesse mit digitalen Zwillingen die Basis dar. In der Industrie 4.0 werden die digitalen Zwillinge den kompletten Entwicklungs-, Produktions- und Betriebszyklus eines Produktes oder Services begleiten. Abläufe lassen sich dank virtueller Simulationsmodelle planen, optimieren und anpassen.

Ein Grundgedanke des IoT, ist der Austausch und Handel von solchen Datensätzen. Mit der „Maschine zu Maschine“ Kommunikation können Geräte die verschiedensten Daten autonom untereinander handeln, aber auch für den Menschen könnte es sehr interessant werden, direkt vom sensorischen Endverbraucher Daten zu erhalten, ohne den Weg über eine Drittanbieter Plattform gehen zu müssen. Das Erschaffen von Datenmarktplätzen ist eine unvermeidliche Konsequenz der IoT Revolution, es wird die Art und Weise, wie wir Daten verbinden, mit ihnen interagieren oder handeln grundlegend verändern.

Zudem sind derzeit diverse Daten meist auf die Kontrolle einiger weniger Instanzen beschränkt und für die breite Masse nicht verfügbar. Weil niemand Kenntnisse von diesen Datensätzen hat, geschweige denn Zugriff auf diese Daten hätte, gehen viele mögliche Erkenntnisse aus einer verpassten Analyse dieser Daten verloren. Ohne Zugriff auf diverse Daten kann auch nicht jeder, neue Anwendungsfälle entwickeln oder neue Geschäftsbereiche erschließen. Traditionelle Wertschöpfungsketten werden sich verändern und die Unternehmen zwingen, ihr Wettbewerbsverhalten innerhalb der Ökosysteme zu überdenken. Datenmarktplätze entstehen als Mittel zum Datenaustausch, zur Monetarisierung von Datenströmen und als Basis für neue intelligente Geschäftsmodelle.

Gerade in Zeiten, in denen Daten immer wichtiger werden, stellt IOTA mit ihrem Datenmarktplatz ein Gegenstück zum Status Quo dar. Der IOTA-Marktplatz ist ein dezentraler Datenmarkt, der darauf abzielt, Daten für jeden Entschädigungspartner zur Verfügung zu stellen, sie sind ein Mittel zur Schaffung und Erfassung von Werten in einer Umgebung, in der Sensoren und angeschlossene Geräte Daten direkt autonom untereinander in Echtzeit handeln. So können beispielsweise intelligente Stadtsensoren für den Austausch wertvoller Echtzeitdaten bezahlt werden oder physische Produktionsanlagen können nun geleast werden, so dass “Pay-per-Use”-Modelle die Smart-Sharing-Wirtschaft prägen und die Wertschöpfungsketten neu ordnen werden. Auch könnten unsere personenbezogenen Daten bald nur mit unserer proaktiven Zustimmung über unsere digitalen Zwillinge oder Systeme zur Verwaltung personenbezogener Daten abgerufen werden und ermöglichen radikal neue personalisierte und Echtzeit-Dienste. (Bsp. eHealth)

Darüber hinaus ermöglicht der Datenmarktplatz den sicheren Verkauf und Zugriff auf diese aktiven Datenströme. Als IOTA Datenmarktplatz-Benutzer werden Sie die Möglichkeit haben, IOTA Streams-verschlüsselte Daten zu kaufen oder zu verkaufen.

Proof of Concept und die zukünftige Weiterentwicklung

Die IF hat in der Vergangenheit bereits intern ein „Proof of Concept“ für einen Datenmarktplatz erstellt. Seit Beginn der PoC Entwicklung haben bereits eine Reihe proaktiver Branchenteilnehmer ihr Engagement schrittweise intensiviert und den technischen IF Teams wertvolles Feedback gegeben, damit die Entwicklung des IOTA-Datenmarktplatzes bis zum Serienprodukt beschleunigt werden kann.

Im Jahr 2017 hat die IF diesen PoC veröffentlicht (open-source) und bittet die Community und interessierte Unternehmen, bei der vollständigen Dezentralisierung aller Funktionen des Datenmarktplatzes zu helfen, um einen gemeinsamen Standard zu gestalten, der für alle funktioniert. Mit dem veröffentlichten PoC wurde bereits eine große Herausforderung gemeistert und die IF gibt damit den ersten Impuls für ein neues Geschäftsmodelldenken. Allen Teilnehmern wird mit dieser Plattform ein Ausgangspunkt für die Erforschung neuer IoT / M2M-Lösungen und Geschäftsmodelle für die “Wirtschaft der Dinge” und die Gestaltung eigener Datenmarktplätze bereitgestellt.

Quelle: blog.iota.org

Zukunftsausblick: Aufbau eines Ökosystems zur Förderung von Innovationen

Die IF wird weitere Co-Creation-Workshops, Webinare, Hackathons und Informationsveranstaltungen mit dem Themen Datenmarktplatz, IOTA-Streams, Vertrauenswürdiges IoT, GDPR und personenbezogene Daten, Smart Energy und Smart Cities organisieren, um den angestoßenen Erforschungsprozess zu katalysieren. Externe Sichtweisen und Fähigkeiten sollen dabei helfen tragfähige Ideen für alle zu liefern. Beim Serverübergreifenden Datenaustausch können neue Modelle nur durch Ökosystem-Kooperationen entstehen, da die bestehenden Wertschöpfungsketten oft umgestaltet werden müssen. Es bedarf einer kooperativen Anstrengung aller Teilnehmer, um für beide Seiten eine vorteilhafte Geschäftsbeziehung zu ermöglichen. Dieser Co-Creationprozess konzentriert sich darauf, minimale lebensfähige Ökosysteme von Partnern um konkrete Anwendungsfälle herum zu schaffen. Der Schlüssel dazu ist der Aufbau von Vertrauen zwischen den Partnern und die Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel.

Im Januar 2019 kamen zu einem Workshop nach Berlin bereits über 80 Teilnehmer aus vielen verschiedenen Branchen, darunter Mobilität, Energie, Landwirtschaft, Immobilien, eHealth, Smart Manufacturing, Supply Chain, Finanzdienstleistungen, Halbleiter, IT-Integratoren, Consulting, Universitäten und Industriecluster.

Fazit: IOTA-Datenmarktplätze mit all seinen zukunftsweisenden Möglichkeiten werden von vielen Unternehmen sehnsüchtig erwartet und auch für die IF ist es einer der wichtigsten Teilbereiche der sehr großen Vision für die autonome Wirtschaft der Zukunft.