Social Impact (dt. gesellschaftliche Auswirkungen)

Innovatoren wie die IF müssen für die neue aufkommende digitale Realität offen sein und ihre Arbeit mit der gebotenen Demut und Wachsamkeit angehen. Das erschaffen einer neuen Disruptiven Technologie wird Auswirkungen auf sehr viele Bereiche unseres Lebens haben und dabei regulatorische, rechtliche und gesellschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Dies erfordert eine Menge Aufklärungsarbeit und Absprachen mit Politikern, Organisationen und sonstigen verantwortlichen Personen. Für diese Aufgaben hat die IF das „Social Impact“ Team ins Leben gerufen, es hat die Aufgabe, die IF im globalen Wettbewerb zu positionieren und innovationsfördernde Rahmenbedingungen für den Aufbau einer integrativen digitalen Gesellschaft durch intelligente Datenpolitik zu schaffen.

Die aktuellen Projekte des „Social Impact“ Teams erstrecken sich vom Weltraum über Regenwälder, Smart Cities bis hin zur UN-Logistik und die IF ist alles in allem sehr zuversichtlich, dass gute Lösungen für alle Bereiche gefunden werden können. Bei den bisherigen Kontakten zu Politikern und Regulierungsbehörden haben alle eine hohe Bereitschaft gezeigt, zusammenzuarbeiten und vernünftige Ansätze zu finden.

Die Leiterin des IF Teams „Gesellschaftliche Auswirkung & Öffentliche Regulierungsangelegenheiten“ ist Dr. Julie Maupin, sie hat umfangreiche akademische Qualifikationen erworben, darunter einen Abschluss in Rechts- und Wirtschaftswissenschaften von Yale und ein PhD in internationalen Entwicklungsstudien. Sie ist eine weltweit führende Expertin für die rechtlichen Auswirkungen und Anwendungsfälle des öffentlichen Sektors für DLTs, Kryptowährungen, Smart-Contracts, künstliche Intelligenz und IoT-Technologien. Mit ihrer Affinität zur Technologie und während sie als Juraprofessorin an der Duke-University und später als Senior Researcher am Max-Planck-Institut arbeitete, konnte sie ihren Fokus auf eine Vielzahl von Themen im Bereich der Distributed Ledger legen.

Weiter Teammitglieder sind derzeit: Florian Doebler, Mariana De La Roche Wills, Mathew Yarger und Felix Krupar. Das Team befindet sich noch im Aufbau und sucht weitere Mitglieder.

 

INATBA - International Association of Trusted Blockchain Applications

Die IF ist im April 2019 als Gründungsmitglied der INATBA beigetreten, die Initiative ist ein Ergebnis des Runden Tisches der EU-Blockchain-Industrie. Die Vereinigung mit über 100 Gründungsmitgliedern bringt Industrie, Startups, Kleine und mittlere Unternehmen, politische Entscheidungsträger, internationale Organisationen, Regulierungsbehörden, Zivilgesellschaft und Normungsgremien zusammen, um Blockchain und Distributed Ledger Technology (DLT) zu unterstützen.

Das Ziel ist es, dass volle Transformationspotenzial der neuen Technologien auszuschöpfen, um die Vorteile für Unternehmen, den öffentlichen Sektor und die Gesellschaft im Allgemeinen zu nutzen. INATBA möchte einen Rahmen entwickeln, der die Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor, die regulatorische Konvergenz, die rechtliche Vorhersehbarkeit und die Integrität des Systems sowie dessen Integrationsfähigkeit fördert.

Im Zusammenhang mit der Gründung der Vereinigung wurde Dr. Julie Maupin von der IF, in den Verwaltungsrat von INATBA gewählt.

Webseite: https://inatba.org/

 

Themenbereiche mit gesellschaftlichen Auswirkungen:

Ökonomische Auswirkungen: Durch technologische Innovationen entstehen sowohl positive als auch negative ökonomische Auswirkungen auf Unbeteiligte, also Auswirkungen, für die niemand bezahlt oder einen Ausgleich erhält. Sie werden in der Regel nicht in das Entscheidungskalkül des Verursachers einbezogen. Volkswirtschaftlich gesehen ist dies eine Form von Marktversagen und könnte staatliche Interventionen notwendig werden lassen, die im Voraus kaum prognostizierbar sind. Das galt für das Internet, ebenso wie für die kommenden neuen Technologien wie DLT, IoT, künstliche Intelligenz, Quantencomputer und alle anderen modernen Bereiche.

 

Wirtschaftlicher Umbruch: Disruptive digitale Technologien und die globale Vernetzung bringen neben dem gesellschaftlichen auch einen wirtschaftlichen Umbruch mit sich, setzen permanent bewährte Marktstrategien außer Kraft und bedrohen laufend etablierte Unternehmen durch neue Marktteilnehmer. In diesem Verdrängungswettbewerb stehen insbesondere traditionsreiche, große Unternehmen vor einem erheblichen Innovationsdilemma. Sie setzen oft auf Fortführung von gewohnten Strategien, anstatt sich mit Offenheit, anderen Denkansätzen und neuen Visionen den Zeichen der Zeit zu stellen (Negativ Beispiele: Kodak, Nokia). Wie bereits im Kapitel „Was ist IOTA“ ausführlicher beschrieben, müssen wir Dinge in Zukunft nicht mehr besitzen, da uns die Möglichkeit gegeben wird sie gemeinsam zu nutzen, zu teilen und sie hierfür zu bezahlen (pay to use). Diese neue Sharing Economy hat tiefgreifenden Auswirkungen auf etablierte Geschäftsmodelle, das Eigentum und die Gesellschaft an sich. Die heutigen Unternehmen müssen sich schnellstens mit den neuen Technologien auseinander setzten und sich auf die verändernden Bedingungen einstellen.

 

Datenschutz: Die IF ist ein starker Verfechter des Datenschutzes und der vom Endbenutzer kontrollierten Datenpolitik. IOTA arbeitet eng mit den europäischen Behörden zusammen, um sicherzustellen, dass die General Data Protection Regulation (dt. Datenschutz-Grundverordnung) so ausgelegt und angewendet wird, dass die grundlegenden politischen Ziele der Verordnung erreicht werden.

Leider wurde die GDPR für eine Pre-Blockchain-Welt geschrieben, einige seiner Bestimmungen passen nicht gut zur Architektur der verteilten Ledger-Technologien, bei denen anonyme und verteilte Nodes auf der ganzen Welt, auf neue Weise mit verschiedenen Arten von verschlüsselten Benutzerdaten interagieren. IOTAs Ansatz ist es, aktiv mit den führenden Innovatoren und Regulierungsbehörden zusammenzuarbeiten, um vernünftige Wege zur Umsetzung der GDPR zu finden, ohne die spannende Innovation, die in den Bereichen DLT und IoT stattfindet, zu unterdrücken.

Die IOTA Technologie selbst kann eine neue Lösung für einige der Probleme bieten, für die die GDPR geschrieben wurde. So kann beispielsweise eine quantenresistente Verschlüsselung es den Nutzern ermöglichen, Daten sicher zu übertragen, ohne befürchten zu müssen, dass sie in den kommenden Jahren unbeabsichtigt an Dritte weitergegeben werden. Selbst souveräne Identitätskonstruktionen, können helfen, Dinge wie Einwilligungsgenehmigungen und Widerrufe zu verwalten.

Auch die Fortschritte bei den *zero-knowledge proofs, die es den Nutzern ermöglichen, Transaktionen durchzuführen, ohne personenbezogene Daten preiszugeben, könnten sich als nützliche Mittel erweisen, um das Recht auf Vergessenheit effektiv umzusetzen, indem sichergestellt wird, dass die relevanten Daten nie vergessen werden. *Grob vereinfacht sind Zero-Knowledge-Proofs, Mechanismen mit denen Person A Person B beweisen kann, dass sie etwas weiß, allerdings ohne das Wissen an sich preiszugeben.

 

Finanzsystem für Jedermann: Die neuen Kryptowährungen werden unter anderem den Zugang zum globalen Finanzsystem für Menschen öffnen, die seit langem ausgeschlossen sind. Zum einen diejenigen die kein Bankkonto besitzen (aus Schwellenländern etc.), zum anderen aber auch Kleinstunternehmer, die Schwierigkeiten beim Zugang zu globalen Kapitalströmen haben. Dies ist eine echte Innovation und könnte sich als revolutionär für die Weltwirtschaft erweisen. Diese Innovationen haben das Potenzial, bisher historisch benachteiligte Menschen auf der ganzen Welt, einen für unmöglich gehaltenen ökonomischen Grad an Autonomie und Selbstbestimmung im Leben zu geben, der es ihnen ermöglicht ihre Interessen eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten.

 

Digitale Verwaltung: Vorausgesetzt in einer Smart City besteht bereits eine adäquate Konnektivitäts Infrastruktur für ein schnelles, sicheres Maschine-to-Maschine Transaktionsprotokoll, das sowohl den Datenaustausch als auch den Zahlungsverkehr (IOTA-Token) ermöglicht. Dann werden zusätzlich Datenschutzbestimmungen, Gesetze und Richtlinien für digitale Signaturen, die eine Smart City-Umgebung unterstützen und gleichzeitig die Bürgerrechte schützen benötigt. Ein digitaler Verwaltungsprozess muss zudem sicherstellen, dass er zuverlässig, sicher, effizient, kostengünstig und für jedermann zugänglich sein, einschließlich der 95 Jahre alten Oma aus dem Altenheim. Ziel ist es, eine verantwortungsvolle und effiziente Regierungsführung im öffentlichen Sektor zu schaffen.

 

Umwelt / Energie: Nachhaltige Technologie ist etwas, dem sich die IF zu 100% verpflichtet fühlt. Aus diesem Grund möchte die IF mit Unternehmen zusammenarbeiten, die Ressourcen in die Entwicklung neuartiger, stromsparender und hocheffizienter Geräte investieren. IOTA selbst möchte verteilte Ledger-Architekturen entwickeln, die in der Lage sind den Energiebedarf von Geräten, Protokollen und Algorithmen zu reduzieren, um all die erstaunlichen Visionen und Träume einer Peer-to-Peer-Wirtschaft zu verwirklichen, ohne unseren Planeten weiter zu zerstören.

Bei der Energie ist eine der großen Herausforderungen, die ganze Welt mit Strom zu versorgen und allen Menschen Zugang zu bezahlbarer Elektrizität zu geben. Gleichzeitig müssen die notwendigen und berechtigten Forderungen zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Energieeffizienz geklärt werden. Welche Regionen benötigen welche Technologien und passen zu der angesiedelten Gesellschaft? Die Digitalisierung und weitere technische Innovationen in diesem Bereich werden eine zentrale Rolle dabei spielen, weltweit die Effizienz der Energieversorgung zu verbessern und intelligente dezentrale Verteilungssysteme zu implementieren.

Die IF selber fördert mit ihrer Technologie die Schaffung eines dezentralen autarken Nachfragemodells. Neben ganzen Dörfern in Schwellenländern könnten auch in der westlichen Welt ganze Gemeinden mit Sonnenkollektoren auf den Dächern eines Gebäudes ausgestattet werden und Solarenergie erzeugen. Alle Bewohner des Gebäudes würden versorgt und die überschüssige Energie könnte an benachbarte Gebäude verteilt werden, die diesen Service mit IOTAs entsprechend der spezifischen Energiemenge bezahlen müssten.

 

Humanität: Wer den Lebenslauf, diverse Interviews oder die verschiedensten Artikel über Mitglieder der IF gelesen hat, dem dürfte aufgefallen sein, dass viele Mitglieder großen Wert auf Nachhaltigkeit und die Verantwortung für Mensch und Umwelt legen. Viele Mitglieder sehen in IOTA die Chance, die Welt wie wir sie kennen, wirklich zu verbessern und nicht nur davon zu reden. Durch die angestrebte Endverbrauchergesteuerte, zulassungsfreie Peer-to-Peer-Wirtschaft wird jedem Verbraucher ein Stück Selbstbestimmung im Leben zurückgeben, der es ihm ermöglicht seine persönlichen Interessen eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten.