Trinity 2.0

Info: Es gibt noch keine offiziellen Bekanntmachungen der IOTA Foundation, von daher ist mein Geschreibsel hochspekulativ. Zudem wurde mit Daniel Thompson-Yvetot ein neuer Senior Architekt für die Sicherheit der neuen Wallet-Generation angestellt, Daniel wird mit Sicherheit etliche neue Ideen einbringen.

 

 

Warum eine neue Wallet?

Die bevorstehenden grundlegenden Änderungen im IOTA-Protokoll verlangen eine völlig neue Wallet-Architektur, daher arbeitet die IOTA Foundation bereits an einer neuen Wallet-Plattform, diese soll Open-Source-, modular und leicht mit Anwendung erweitert werden können. Mit einer umfassenden Wallet-Bibliothek wird externen Entwicklern auch die Möglichkeit gegeben ihre eigene IOTA-Wallet zu erstellen. Die sichere Handhabung und Lagerung des Seeds ist unabhängig von anderen Modulen unerlässlich, dazu wird eine Rust-basierende Bibliothek namens Stronghold entwickelt, die alle Maßnahmen zum Schutz des Seeds ergreift. Die neue Wallet soll es ebenfalls ermöglichen die Transaktionshistorie eines Benutzers für eine lange Zeitspanne, als Backup zu sichern (z. B. bei einem Cloud-Service), zudem wird der lokale Status automatisch synchronisiert, wenn der Benutzer den gleichen Seed über mehrere Geräte hinweg verwaltet.

Des Weiteren wird mit dem Chrysalis-Update ein zweites Signaturschema einführt, welches wiederverwendbare Adressen (engl. Reseuable Adresses) unterstützt. Das bereits vorhandene Quanten-robusten Winternitz-OTS und das neue Ed25519 Signaturschema, werden parallel nebeneinander laufen, dieser Ansatz erfordert nur minimale Änderungen an bestehenden Konzepten und Arbeitsabläufen, Transaktions-Layout und das Adressformat können vollständig beibehalten werden. Der Benutzer wird je nach Anwendungsfall auswählen können, welches Signaturschema er verwenden möchte, das sichere Quanten-robuste oder das für wiederverwendbare Adressen. Um diese wiederverwendbaren Adressen nutzen zu können, müssen die IOTA-Token auf eine neue Adresse (ED25) gesendet werden, falls nicht können die IOTA-Token auf der alten Adresse (WOTS) gelassen werden.

 

 

Die neue Wallet wird zu einer modularen Plattform.

Eine mögliche neue Funktionen ist der Ende-zu-Ende-verschlüsselte Messenger mit Bezahlfunktion namens Matrix Chat, der Nutzer soll mit Kryptowährungen so einfach umgehen können, wie beim Versenden von Textnachrichten oder beim Scannen eines QR-Codes. Mittels IOTA Streams wird es den Benutzern ermöglicht, feste Mengen von MIOTA ohne Transaktionsgebühren untereinander zu senden. Dies geschieht auf die gleiche Weise wie zum jetzigen Zeitpunkt Bilder und Dateien via Direktnachrichten ausgetauscht werden.

Kryptowährungen mittels der bereits entwickelten IOTA Stream-Messaging-Applikation zu transferieren ähnelt der Funktionsweise der von Tencent betriebenen App WeChat, diese deckt bereits über 30 Prozent der mobilen Zahlungen in China ab und erfreut sich steigender Beliebtheit.

Trinity 2.0 löst das Problem der komplizierten Adressierung von Kryptowährungen für Benutzer. Die Funktionalität wird unter der Haube der IOTA Stream-App ausgeblendet, um sie selbst zu verwalten.

 

 

 

Identität: Dezentrale Identität ist ein weiteres Feature, welches die neue Wallet ermöglichen soll, durch die Bereitstellung einer digitalen Identität für Benutzer wird das Vertrauen in Transaktionen erhöht. Benutzer können ihr Profil mit überprüfbaren Anmeldeinformationen wie von Drittanbietern überprüften KYC-Informationen verbessern.

 

Drittanbietermodule: Drittanbietern, wie beispielsweise Exchanges, Börsen oder Banken wird die Möglichkeit gegeben die IOTA-Wallet-Plattform, als Grundlage für eigene Anwendungen zu nutzen, um mit dem Tangle zu interagieren.

Dies erschafft völlig neue Servicedienstleistungen und Anwendungsgebiete. Neben dem einfacheren und schnelleren Kauf/Verkauf von Miota, könnte dies auch Umtausch-Transaktionen von EUR / Miota in Echtzeit ermöglichen, wenn die Wallet eine Modul mit Banklizenz und somit direkter Bankverbindung bekommen würde.

Omoku tauscht sich bereits mit der IF über ein solches Drittanbietermodul aus, welche Serviceleistung oder Funktionen dieses Modul abdeckt ist noch nicht durchgesickert. Allerdings bestätigen die folgenden beiden Auszüge aus dem Omoku-Blog meine Vermutung:

"….. Neben unserem Hauptziel, der Einführung des MVP und der Entwicklung des Produkts, nimmt die Verfeinerung des Backlogs - sowohl intern als auch gemeinsam mit relevanten Stakeholdern - einen Grossteil unserer Ressourcen in Anspruch. Der Product Backlog ist das Herzstück aller laufenden Entwicklungen. Der Grundstein des Omoku Produkt Backlogs ist unsere Vision, die IoT-Wirtschaft mit der Bankeninfrastruktur zu verbinden. Der daraus resultierende vereinfachte Austausch zwischen IOTA und Euro soll die Einführung von IOTA unterstützen und das Problem der starken Preisschwankungen für verschiedene Interessengruppen lindern...…"

"...….Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Banken ist nach wie vor eine der grössten Herausforderungen für Start-ups im DLT-Bereich. Zusätzlich zu den bestehenden Beziehungen steht die TriModa GmbH als Betreiberin von Omoku, in laufenden Gesprächen mit weiteren Banken. Trotz der anhaltend grossen Skepsis beobachten wir seit einiger Zeit bedeutende Entwicklungen im Schweizer Bankensektor hin zu einer Annäherung an Unternehmen, die regulierte Finanzdienstleistungen im DLT-Bereich anbieten wollen. Dies war ein wichtiger Grund für unseren Umzug in die Schweiz. Was den zeitlichen Rahmen betrifft, so erwarten wir in diesem und im nächsten Jahr deutliche Fortschritte in dieser Hinsicht....."

 

 

 

Zuletzt bearbeitet am 27.06.2020