Machine-as-a-Service

Am 1. Oktober 2019 gab die IOTA Foundation eine enge Partnerschaft mit dem Unternehmen Zühlke bekannt. Ziel der Partnerschaft ist es, Innovationen im Bereich der Machine-as-a-Service Technologie für die Industrie zu entwickeln und voranzubringen.

 

Über Zühlke

Zühlke wurde 1968 in der Schweiz gegründet und ist mit lokalen Teams in Deutschland, Großbritannien, Österreich, Serbien, Singapur und der Schweiz präsent. 2018 erzielte das Unternehmen mit knapp 1.070 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 154 Millionen Euro. Die Gruppe betreut Kunden aus unterschiedlichen Branchen – vom Maschinen- & Anlagenbau über Medizintechnik bis hin zur Finanzbranche und kann dabei auf Erfahrungen aus mehr als 10.000 Software- und Produktentwicklungsprojekten zurückgreifen.

Als Dienstleister für Innovationsprojekte vereint Zühlke Business- und Technologie-Kompetenzen zu Lösungen, die Kunden begeistern. Für sie entwickelt das Unternehmen wirtschaftlich erfolgreiche Produkte, Services und Geschäftsmodelle der digitalen Zukunft - von der Idee über die Realisierung bis zum Betrieb. Des Weiteren, hilft Zühlke dabei, neue Ideen jenseits von gewohnten Denk- und Vorgehensweisen zu finden, zu entwickeln und zu bewerten. Als starker Lösungspartner bringt Zühlke seine langjährige und branchenübergreifende Expertise ein und übernimmt auch nach Abschluss eines Projekts Verantwortung für einen nachhaltigen Kundenerfolg.

 

 

Machine-as-a-Service

Der Kauf von Produktionsmaschinen und anderen teuren Industrieanlagen beansprucht in der Regel hohe Investitionssummen, für Unternehmen und insbesondere für kleine und mittlere Betriebe ist dies ein erhebliches finanzielles Risiko. Daher suchen Unternehmen seit jeher nach Möglichkeiten, um dieses finanzielle Risiko zu minimieren, beispielsweise durch Leasing Angebote.

Mithilfe von Distributed-Ledger-Technologien können jetzt erstmals völlig neue Geschäftsmodelle ermöglicht werden, beispielsweise kann ein Machine-as-a-Service-Modell angeboten werden, das den nutzungsspezifischen und kostengünstigen Ansatz des Pay-per-Use ermöglicht. So müssten Unternehmen nur für die tatsächliche Nutzung kapitalintensiver Maschinen bezahlen, die Investition für die Anschaffung fiele weg und somit würde auch das finanzielle Risiko dieser Unternehmen deutlich entschärft. Dies ist eine technologische Revolution und hat tiefgreifende Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und das Eigentum selbst, die Wirtschaft wird in die Gegenwart verlagert, Unternehmen zahlen für Fertigungsanlagen nur noch, wenn diese wirklich für die Produktion benötigt werden.

Darüber hinaus bietet Pay-per-Use weitere Vorteile: Beispielsweise, die Möglichkeit immer Maschinen der neusten Generation zu nutzen oder ggf. bei leeren Auftragsbüchern die Maschine zurückgeben zu können. Zudem wird das wirtschaftliche Risiko mit dem Anbieter geteilt und eine langfristige Kapitalbindung vermieden. Auch können zukünftige Kalkulationen und Angebote auf Basis der tatsächlichen Kosten erfolgen, welche direkt in die Stückkostenrechnung einfließen, um dies zu ermöglichen ist allerdings eine transparente manipulationssichere Speicherung aller Information über Art und Umfang der Nutzung eine Voraussetzung.

Für die Betreiber solcher Service-Maschinen kann diese Innovation ebenfalls neue Einnahmemöglichkeiten eröffnen, sie können Fertigungskapazitäten ihrer Maschinen an andere Unternehmen vermieten, wenn sie gerade nicht in Gebrauch sind. Für andere Unternehmen wiederum kann die Pay-per-Use-Innovation den Zugang zu solchen kostenintensiven Maschinen überhaupt erst ermöglichen. Wer in Zukunft ein solches Modell anbietet, bleibt abzuwarten, dass können die Hersteller der Anlagen selbst sein, Dienstleister oder ggf. bilden sich auch Nutzergemeinschaften, vieles ist denkbar.

 

 

Mikrotransaktionen für die Großindustrie

Die IOTA Technologie ermöglicht zudem Mikrotransaktionen, dies ist in großen Industrieumgebungen erforderlich, in denen Maschinen untereinander kommunizieren müssen, für die Erstellung digitaler Zwillinge, aber auch als Servicemodell, bei dem die gesamte Maschinennutzung umgehend im IOTA Tangle protokolliert wird.

Bestimmte Machine-as-a-Service-Modelle können so eingestellt werden, dass sie pro Meter, pro Minute oder nach anderen Kriterien ablaufen, die der Hersteller und der Kunde für den jeweiligen Anlass festlegen. Jeder Schritt dieses Vorgangs wird verschlüsselt und manipulationssicher im IOTA Tangle aufgezeichnet.

 

 

Zühlke & IOTA

Die beschlossene Zusammenarbeit zwischen IOTA und Zühlke zielt darauf ab, die IOTA-Technologie in Zühlke Projekte zu integrieren, um ein solches Machine-as-a-Service-Modell zu ermöglichen. Die IOTA-Technologie ermöglicht zudem die Schaffung einer Micro-Payment-Funktionen und öffnet damit die Tür für völlig neue Geschäftsmodelle der Maschinennutzung und -vermarktung.

Der gesamten Fertigungsindustrie wird mit dieser Lösung eine kosten- und leistungseffiziente Technologieinnovation angeboten, welche neue Zugangswege zu kostspieligen Maschinen eröffnet. 

Während sich die Zusammenarbeit zunächst vor allem auf den deutsche Maschinen- und Anlagenbau konzentriert, sind Zühlke und die IOTA Foundation bestrebt, auch Projekte für den asiatischen und britischen Markt zu realisieren. Chancen sehen beide Partner auch in den Bereichen Supply Chain, Finanzdienstleistungen, Versicherungen, Gesundheitsindustrie und Konsumgüter. Zühlke ist eines der ersten Unternehmen seiner Art, das in den Technologiebereich des Distributed Ledgers eintritt und bringt eine 50-jährige Geschichte erfolgreicher Projekte in die gemeinsame Initiative ein.

 

Dominik Schiener, Co-Founder IOTA sagte: „Der Maschinen- und Anlagenbau sieht schon jetzt, welches Potenzial hinter der Integration in das IoT steckt. Die Nutzung des Tangle in diesem Zusammenhang bringt das Konzept von Machine-as-a-Service einer Umsetzung in der Praxis deutlich näher – es wird zugänglich und erschwinglich."

 

Jens von der Brelie, Director Solution Center Industrial & Consumer Solutions sagte: „Wir sehen in der Zukunft ein sehr großes Potenzial für unsere Kunden in Machine-as-a-Service-Modellen und mit Partnern wie der IOTA Foundation wollen wir die Etablierung dieser neuen Geschäftsmodelle voranbringen. “

 

 

Fazit

Das Machine-as-a-Service-Modell bringt die „Sharing Economy“ in die Industrie, Maschinen müssen ggf. nur noch für die Nutzungsdauer bezahlt werden, durch die gebührenfreien Transaktionen von IOTA, kann diese in Echtzeit geschehen (pay-per-use). Diese technologische Revolution reduziert das Investmentrisiko der einzelnen Unternehmen auf ein Minimum und ermöglicht völlig neue Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle.